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KLIMASTREIk 25.09.2026

🔥 17 Uhr - Landesmuseum 🔥

Diese Hitze ist nicht normal -  sie gefährdet Menschenleben und Ökosysteme.

Der Sommer 2026 war geprägt von einer Hitzewelle nach der anderen. So wurden in Basel im Juli fast 40°C gemessen. Diese Hitze hat fatale Folgen: Böden und Seen trocknen aus, Bäuer*innen müssen ihre Kühe wegen Futtermangel notschlachten lassen, Berge bröckeln und Waldbrände wüten in Frankreich, Spanien und Norditalien. Sie kostet zahlreiche Menschenleben, insbesondere bei älteren und marginalisierten Personengruppen. Zudem werden die Lebensräume zahlreicher Tiere vernichtet und ganze Ökosysteme zerstört, was wiederum die Klimakrise weiter verstärkt. Menschen im Globalen Süden spüren die Auswirkungen der Klimakrise schon heute überproportional - obwohl sie eine unvergleichbar geringere Verantwortung für die historischen Emissionen tragen. 

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Die Klimakrise ist systembedingt - die Schweiz ist direkt mitverantwortlich.

 

Der Schweizer Finanzplatz trägt einen grossen Teil der Verantwortung für die Klimakrise. Bis heute gehört er zu den 10 weltweit grössten Anlegern in fossile Industrien. Um die eigenen Profite zu sichern, ist die Wirtschaft nicht daran interessiert, effektiven Klimaschutz voran zu treiben. Ihre Interessen werden unter anderem von Bundesrat Albert Rösti, Chef des Umweltdepartements und “ehemaligen” Auto- und Erdöllobbyist, vorangetrieben. Doch nicht nur Einzelpersonen sind verantwortlich: Neben Investoren und Konzernen, die Klimaschutz durch “Lobbyismus” aktiv verhindern, steht der politische Fokus auf Wirtschaftswachstum und Profite grundsätzlich im Widerspruch zu sozial gerechtem Klimaschutz. So verfehlt der Schweizer Staat, wie fast alle anderen Regierungen, seine ohnehin wenig ambitionierten Klimaziele.Gemeinsam für ein System, dass die Klimakrise zielstrebig und solidarisch angeht! Angesichts der immer schlimmer werdenden Auswirkungen der Klimakrise braucht es sowohl lokal als auch global effektive Klimaschutzmassnahmen. Diese gehen von Hitzefrei und kürzeren Arbeitstagen über autofreie Städte bis hin zum Aufbau eines grundlegend neuen Systems, das Klimagerechtigkeit ermöglicht, allen Menschen ein sicheres Leben garantiert und Tiere und Ökosysteme schützt. Wir fordern eine Loslösung von den ausbeuterischen, (neo-)kolonialen und profithungrigen Strukturen, welche die Basis des aktuellen Systems sind.

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Gegen die fossile Industrie und den Kapitalismus! 

Lasst uns zusammen laut werden und gemeinsam beginnen, eine klimagerechte Welt aufzubauen! 

Alle auf die Strasse am 25.09!

So kann ich helfen:

1. Mobiliser deine Bekannten 🗣️

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Je mehr Menschen von der Demo hören, desto mehr Menschen sind wir am nächsten Klimastreik! Danke, dass du dabei mithilfst - gemeinsam kämpfen wir für Klimagerechtigkeit! Denn: Wir haben einen Plan!

3. Am Streik 🔥

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An jedem Streik suchen wir helfende Hände die bestimmte Aufgaben übernehmen. Du kannst beim Tragen des Fronttranspis  helfen, ​mit dem Megafon Parolen starten und noch vieles mehr. Kurz vor dem Streik kommen Instaposts, da steht das weitere Vorgehen. Wir freuen uns auf dich :) 

6. Mobitage🔥

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Jeden Sonntag bis zur Demo treffen wir uns um 11 Uhr in der Zentralwäscherei im 5ten Stock und gehen dann gemeinsam Flyern und Tagplakken. Wenn du später noch dazu kommen möchtest, schreib uns gern auf Insta oder per Mail.

2. Instaposts 🤩


Teile unsere Instaposts, z. B. in deiner Instastory - und erreiche so deine Freund*innen! Schreibe einen Kommentar, damit die Posts grössere Reichweite bekommen!

4. Organisation 🫶

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Last but not least brauchen wir auch jede helfende Hand in der Organisation der Demo… Wenn du Lust hast mitzuhelfen, melde dich gerne (insta oder Email)!

5. Flyern🔥

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Im Zähringer, Parki, dem Kaffe der Zentralwäscherei und im Gleis gibt es grosse Stapel an Flyern. Nimm gerne dort welche mit und verteile sie:)

Für Plakate kannst du uns gern eine Dm auf Insta schreiben :).

Route:

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Landesmuseum – Bahnhofquai – Rudolf-Bruhn-Brücke – Limmatquai – Münsterbrücke – Münsterhof – Poststrasse – Paradeplatz – Talacker – Pelikanplatz – Talacker – Sihlporte – Sihlstrasse – Sihlbrücke – Badenerstrasse (durch Tramhaltestelle Stauffacher) – Stauffacherstrasse – Ni Una Menos-Platz (ehm. Helvetiaplatz).

Aktuelle Infos gibt es auf Insta und in den Infokanälen :)

Der Streik ist Teil einer Schweizweiten Mobilisierung:
mehr infos

Überblick über alle teilnehmenden Organisationen

redebeiträge zum mit- oder nachlesen

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Grussbotschaft der Klimaseniorinnen

Hallo zusammen! Ich bin Klimaseniorin. Stellvertretend für unsere 3300 Mitglieder und 1800 Unterstützerinnen und Unterstützer übermittle ich euch eine herzliche Grussbotschaft! Wir haben gekämpft für mehr Klimaschutz von unserer Regierung – und was ist das Resultat? Die brütende Hitze wie in diesem Sommer ist für uns ältere Frauen – und nicht nur für uns! – tödlich und hat viele Todesopfer gefordert. Deshalb gehen wir mit euch auf die Strasse, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Mit unserer und eurer Beharrlichkeit erreichen wir, dass für uns, für euch und alle kleinen und zukünftigen Kinder wirkungsvolle, durchschlagende Massnahmen im Klimaschutz beschlossen werden. Im April dieses Jahres hat das japanische Volk ein neues Wort bestimmt für grausames, brutal heisses Wetter: KOKUSHOBI. Ich will kein Kokushobi. Zusammen sind wir laut und stark: kein Kokushobi! Dank an euch Oda Müller 25.9.25

Scientist Rebellion (DEutsch)

Hoi zäme. Zürich ist für vieles bekannt. Ich möchte über drei Dinge sprechen. Das Erste ist die Wissenschaft. Wir sind Scientist Rebellion, ein Kollektiv von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Wir sind hier, weil Forschen in unseren Labors und Büros nicht mehr genügt. Weil Publizieren und Warten, dass die Welt uns glaubt, nicht funktioniert hat. Wer würde jemandem vertrauen, der den Feueralarm auslöst und dann zurück an seinen Schreibtisch geht? Darum sind wir hier. Und wir rufen jede Wissenschaftlerin und jeden Wissenschaftler in dieser Stadt auf: Stellt euch zu uns. Dieser Sommer war der heisseste und trockenste, der in der Schweiz je gemessen wurde. Dreissig Messstationen haben ihren Allzeitrekord gebrochen. Wir haben das vor Jahrzehnten vorausgesagt. Und wir wollen uns nicht vorstellen, wie eine Hitzewelle im Jahr 2050 aussieht. Im Juli wurden die Wälder braun. Der Schaden ist irreversibel. Viele dieser Bäume werden sterben. Man sieht es aus dem Weltall. Das Zweite, wofür Zürich bekannt ist, ist sein See. Im August ist der Wasserstand des Zürichsees auf den tiefsten Stand gefallen, der je gemessen wurde – tiefer als alles seit Messbeginn 1951. Zwischen Juni und September sind in diesem Land sechshundert Menschen mehr gestorben, als hätten sterben müssen. In ganz Europa mindestens dreissigtausend. Und das wird als Naturkatastrophe gemeldet. Aber natürlich ist daran nichts. Jedes einzelne Grad wurde produziert: durch das Verbrennen von Öl und Gas, und durch unsere Besessenheit von unendlichem Wirtschaftswachstum und kurzfristigem Profit – auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen. Diese Krise hat bereits Menschenleben gekostet. Sie hat Ernten genommen, Wasser, Zuhause – Menschen, die nichts dazu beigetragen haben. Das ist überall dasselbe Muster: in diesem Land und zwischen den Ländern. Wer am wenigsten dazu beigetragen hat, zahlt zuerst. Und zahlt am meisten. Und damit komme ich zum Dritten, wofür Zürich bekannt ist: Geld. Die Schweiz erzählt der Welt, sie sei ein kleines Land mit kleinen Emissionen. Das stimmt nicht. Der Planet erträgt etwa eine halbe Tonne pro Person und Jahr. Wir brauchen fünfzehn. Laut McKinsey – einer Unternehmensberatung, nicht einer Bande radikaler Aktivistinnen – sind die Emissionen, die der Schweizer Finanzplatz finanziert, vierzehn- bis achtzehnmal so hoch wie alles, was die Schweiz auf ihrem Territorium ausstösst. Schweizer Banken, Versicherungen und Pensionskassen halten weit über hundert Milliarden Dollar in fossilen Energien. Die UBS allein mehr als die Hälfte davon. Das Fass Öl wird hier bezahlt. Gebohrt und verbrannt wird es anderswo. Und ausbaden müssen es die Menschen mit der geringsten Macht. In diesem Jahr hat das Parlament das Bundesbudget gekürzt. Klimasubventionen: gekürzt. Hochschulen und Forschung: gekürzt. Internationale Zusammenarbeit: gekürzt. Und warum waren diese Kürzungen nötig? Weil das Parlament kurz zuvor beschlossen hatte, die Armeeausgaben zu erhöhen. Für Waffen finden wir also Milliarden. Für das Klima finden wir nichts – obwohl uns diese Krise längst teuer zu stehen kommt. Und das Geld, das sie tatsächlich antreibt, wird weder besteuert noch angerührt. Also, liebe Politikerinnen und Politiker, liebe Bankerinnen und Banker: Hört auf mit der Ausrede, was wir in der Schweiz tun, spiele keine Rolle. Es spielt eine Rolle. Und im Moment macht es alles schlimmer. Aber warum ist Veränderung so schwierig? Weil die Interessen längst im Bundeshaus sitzen. Unsere Parlamentarierinnen und Parlamentarier halten über tausend bezahlte Mandate in Verwaltungsräten und Branchenverbänden. Lobbyisten gehen im Bundeshaus ein und aus. Konzerne und Profit schreiben an den Gesetzen mit. Diese Woche hat das Parlament entschieden, wie viel Eigenkapital unsere grösste Bank halten muss, damit wir sie nie wieder retten müssen. Unsere eigene Finanzministerin sagt, sie habe noch nie ein solches Lobbying erlebt – und dass ihr Parlamentarier gesagt haben, sie hätten Angst, ihre Partei bekomme kein Geld mehr von der Bank. Vor zwanzig Jahren war dieses Land nahe daran, Benzin richtig zu besteuern. Stattdessen bot die Öllobby einen Deal an: im Ausland kompensieren, hier nichts ändern. Klimaforschende warnten davor und wurden ignoriert. Zwanzig Jahre später kaufen wir unsere Klimaziele noch immer im Ausland ein. Und wer leitet heute die Schweizer Klima- und Energiepolitik? Albert Rösti. Bis zu dem Tag, an dem er in den Bundesrat gewählt wurde, war er Präsident der Heizöllobby. Und er ist auch der Minister, der entschieden hat, dass Hitzeschutz nicht Sache des Bundes ist. Sie haben den Saal. Wir haben die Strasse. Aber dieses Geld steckt auch in unseren Universitäten. Shell, Glencore, Syngenta: Sie finanzieren Forschung nicht, um herauszufinden, was wahr ist. Sie finanzieren sie, um die Antworten zu bekommen, die sich auszahlen. Wir sind darauf trainiert, vorsichtig zu sein. Zu differenzieren. Das ist gute Wissenschaft. Aber es ist eine schlechte Strategie gegen organisierte Interessen mit dauerhaftem Zugang zur Macht. Wenn wir leise und vorsichtig bleiben, während sie laut sind, verlieren wir. Und wir verlieren seit Jahren. Also an alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hier: Eure Daten allein werden niemanden retten. Kommt raus aus den Universitäten. Unterschreibt, redet, streikt. Wir haben das Privileg, diese Krise zu erforschen. Daraus folgt die Pflicht zu handeln. Wir sind Scientist Rebellion. Macht mit! References for the text : Climate and impacts "The hottest summer ever measured in Switzerland" / "thirty MeteoSwiss stations broke their all-time record" / "April to August the hottest and driest since 1901"  MeteoSwiss, summer 2026 climate bulletin (published early September 2026). National average 17.2 °C - 0.4 °C above the previous record of 2003 and 3.4 °C above the 1991-2020 norm. Thirty stations set new all-time highs; Basel-Binningen reached 39.7 °C on 30 July; 50 tropical nights nationwide, eight more than 2003. https://www.meteoschweiz.admin.ch/service-und-publikationen/publikationen/berichte-und-bulletins/2026/klimabulletin-sommer-2026.html "220 excess deaths in one single week in June"  Swiss federal mortality monitoring for the week of 22-28 June 2026. Reported via Keystone-SDA at the time. https://www.france24.com/en/live-news/20260716-at-least-12-000-excess-deaths-in-europe-s-june-heatwave-afp-analysis 600 excess deaths - News: https://www.srf.ch/news/schweiz/uebersterblichkeit-im-sommer-600-menschen-sind-wegen-der-hitze-vorzeitig-gestorben "Across Europe, that one heatwave killed roughly 12,000 people"  AFP analysis of the late-June 2026 European heatwave. For context, EuroMomo counted more than 32,000 European excess deaths between mid-July and mid-August. Switzerland's consolidated summer figure was not yet published as of September. Reference points for comparison: the official Swiss indicator attributes 1,402 deaths to heat in 2003 and 410 in 2025.https://www.france24.com/en/live-news/20260716-at-least-12-000-excess-deaths-in-europe-s-june-heatwave-afp-analysis "The forests went brown in July… irreversible… you can see it from space" Sabine Braun, who has surveyed the Hardwald near Basel since 1974; two-thirds of the beeches there are brown, yellow or have lost their crowns. Ansgar Kahmen, professor of botany at the University of Basel, interview published by the university on 6 August 2026 - "Das Jahr 2026 ist eine Zäsur für unseren Wald" - picked up by Keystone-SDA on 7 August. He speaks of irreversible damage and expects many defoliated trees to die immediately or within a few years. https://www.unibas.ch/en/News-Events/News/Uni-Research/Forest-fires-trees-switzerland-drought-damage-heat-wave-2026-climate-change-Interview-Ansgar-Kahmen.html   SRF published Sentinel satellite comparisons of the Mittelland between June and mid-August 2026. https://www.srf.ch/meteo/meteo-stories/trockenheit-in-der-schweiz-die-duerre-aus-der-vogelperspektive "The Zürichsee fell to the lowest level ever measured… since records began in 1951"  405.43 m above sea level on 20 August 2026, below the previous record of 405.46 m from 17 March 1952; the July low of 405.73 m was itself a July record. Nearly 60% of Swiss water monitoring stations set new temperature records over June-August; the Letten reference station in Zurich hit a daily mean of 27.1 °C, against 26.2 °C in 2003. https://www.swissinfo.ch/eng/climate-adaptation/lake-zurich-is-at-a-historic-low/91920882 Emissions and finance "The planet can carry about half a tonne of carbon per person per year. We use fifteen."  Both halves from the same federal source: BAFU, "Klima: Das Wichtigste in Kürze" (bafu.admin.ch). Territorial emissions 40.1 Mt CO₂e in 2024 = 4.5 t per capita; the greenhouse gas footprint including imports ≈ 15 t CO₂e per capita in 2023; global average ≈ 6 t; threshold derived from planetary boundaries under 0.6 t per person per year. "14 to 18 times… 700 to 900 million tonnes… an underestimate"  McKinsey & Company study, 2022, on the emissions financed by the Swiss financial centre. The 700-900 Mt CO₂e/year covers loans and equity holdings in carbon-intensive sectors and explicitly excludes government bonds and capital-market transactions. "Per person, no other country in the world channels more investments into coal, oil and gas"  Source : Investing in Climate Chaos 2026, https://breakfreesuisse.org/fr/investir-dans-le-chaos-climatique-en-suisse-en-2026/ "Well over a hundred billion dollars" / "UBS alone holds 71.6 billion"  Swiss banks, insurers and pension funds held roughly $80 billion in fossil fuels in 2024 (swissinfo, 2026); a 2026 database records over 100 billion held by Swiss asset managers, pension funds and foundations, placing Switzerland second in Europe. UBS: $71.6 billion, 14th globally, a 40% increase between 2024 and 2026. Source for the UBS figure is the 2026 fossil fuel finance database reported in Swiss media (Urgewald/BankTrack-type dataset) https://breakfreesuisse.org/fr/investir-dans-le-chaos-climatique-en-suisse-en-2026/ https://outil-levier-climatique.pages.dev Lobbying "More than a thousand paid seats on boards and industry associations. Nearly half from business."  Lobbywatch, Transparenzbericht 2025/26, published May 2026: 1,094 paid mandates in total, of which 457 come from business - economic policy (105) and transport (101) follow far behind. Only 25% of members disclose all their income; more than half disclose nothing. "Two people, a permanent pass, supposed to be staff, many are lobbyists"  swissinfo, reporting Transparency International https://www.swissinfo.ch/fre/politique/depuis-peu-sous-la-coupole-fédérale-et-déjà-sous-la-pression-des-lobbies/49074504 https://www.swissinfo.ch/fre/economie/le-fonctionnement-du-lobbying-en-suisse/49070636 "the lobby group for those same multinationals was turning it down" https://www.watson.ch/fr/suisse/politique/629995665-une-bataille-fait-rage-entre-conseil-federal-et-grands-groupes "Our own finance minister says she has never seen lobbying like it"  Karin Keller-Sutter, reported by NZZ, 17 September 2026. She describes UBS's lobbying intensity as unusual and "a rather new style in a company's dealings with the state," and says she hears from parliamentarians who fear their party might stop receiving money from UBS. Context: the Council of States' economic affairs committee voted 10 to 2 for a softened counter-proposal allowing UBS to back foreign subsidiaries with 50% hard capital and 50% AT1 bonds rather than the government's 100%. https://www.srf.ch/news/wirtschaft/neue-eigenkapitalvorschriften-keller-sutter-findet-lobbying-der-ubs-nicht-so-schweizerisch "Twenty years ago… the oil lobby offered… Parliament took the deal… the government's own climate scientists warned against it"  Two sources. Schweizerische Energie-Stiftung, "25 Jahre Polit-Krimi um eine CO₂-Abgabe auf Treibstoffe" (energiestiftung.ch) documents the episode. And Alliance Sud's investigation of October 2025 records that the oil lobby's great success twenty years ago was introducing a "climate cent" as a voluntary measure by the economy to offset CO₂ emissions abroad, thereby avoiding a statutory CO₂ levy; the lobby itself created the offsetting foundation and appointed its board - today the KliK Foundation. The advisory body that was overruled was the OcCC, the federal government's climate advisory body, which had recommended the levy. The Climate Cent ran from 2005 to 2013, after which the levy became mandatory under the KliK Foundation, which retained many of the same members. https://www.alliancesud.ch/fr/co2-compensation-a-l-etranger-lobby-petrolier-sabote-transition  https://link.springer.com/article/10.1007/s10584-026-04196-3 Rose, J. and De Pryck, K., "Climate obstruction in Switzerland: a historical analysis of avenergy Suisse," Climatic Change 179, article 117, published 16 May 2026 (DOI 10.1007/s10584-026-04196-3). A historical and frame analysis of climate obstruction by the Swiss petroleum trade association between 1990 and 2023, based on 147 publications and 11 websites, finding early adoption of discourses of delay and obstruction strategies including greenwashing, petro-pedagogy and efforts to steer technological innovation. Authors are at the Institute for Environmental Sciences, University of Geneva. Universities "Shell alone gave 1.7 million euros to ETHZ, including 200,000 for machine learning to improve Shell's reservoir simulator"  Global Witness and partner investigation into fossil fuel funding of European universities. Shell's €1.7 million is part of roughly €5 million ETH Zurich has received from fossil fuel companies since 2016; the €200,000 machine-learning project was aimed at improving Shell's reservoir simulator, a tool used in oil exploration and development. https://www.energiezukunft.eu/wirtschaft/europaeische-universitaeten-forschen-mit-geld-von-fossilen-konzernen "UBS put 100 million francs into the University of Zurich"  The UBS Center for Economics in Society, endowed with CHF 100 million in 2012. Worth knowing if challenged: both the centre's director and at least one prominent critic have publicly defended its academic independence, and UZH has published all third-party donations since 2019.  Supporting context: around 300 of Switzerland's roughly 4,000 professorships are at least partly third-party financed. https://www.swissinfo.ch/eng/swiss-politics/ubs-funding-casts-doubt-on-university-independence/37566568 https://www.allnews.ch/content/corporate/ubs-prolonge-son-sponsoring-à-l’uni-de-zurich-pour-25-millions https://www.srf.ch/news/wirtschaft/sponsoring-fuer-unis-gekaufte-forschung-das-ende-der-akademischen-freiheit

Scientist REbellion (English)

Hoi zäme. Zurich is known for many things. I want to talk about three of them. The first is Science. We are Scientist Rebellion, a collective of scientists that are here because doing science in our labs and offices isn't enough anymore. We're here because publishing our papers and waiting for the world to believe us has not worked. Who would trust someone who pulls the fire alarm and then walks back to their desk? So we are here. And asking every scientist in this city to stand with us. This summer was the hottest and driest ever measured in Switzerland. Thirty weather stations broke their all-time record. We predicted this decades ago and we don't want to imagine how a heatwave looks like in 2050. The forests went brown in July, reaching an irreversible damage. Many of those trees will die. You can see it from space. The second thing Zurich is known for is its lake. This August, the Zürichsee water level fell to the lowest level ever measured, lower than any point since records began in 1951. Between June and September, six hundred more people died in this country than should have. Across Europe, 32’000 people died. And this is reported as a natural catastrophe, but this is not natural. Every degree of it was produced by burning oil and gas, and by our obsession with infinite economic growth and short-term profit, on a planet having finite resources. This crisis has already taken human lives, harvests, water and homes from people who did nothing to cause it. That is the pattern everywhere: in this country and between countries. Whoever did least to cause it pays first, and pays most. Which brings me to the third thing Zurich is known for: money. Switzerland tells the world it is a small country with small emissions. It is not. The planet can carry about half a tonne of carbon per person per year. We use fifteen. According to McKinsey: a consulting firm, not a gang of radical activists, the emissions financed from the Swiss financial centre are fourteen to eighteen times everything Switzerland emits on its territory. Swiss banks, insurers and pension funds hold well over a hundred billion dollars in fossil fuels. UBS alone holds more than half of it. The oil barrel is paid for here. It is drilled and burned elsewhere, and suffered by people having the least power. This spring, parliament cut the federal budget. Climate subsidies: cut. Universities and research: cut. International cooperation: cut. And why were those cuts needed? Because parliament had just voted to grow military spending. So we can find billions for weapons, but we can find nothing for the climate, while it is already costly. And the money actually driving this crisis, is neither taxed nor touched. So, dear politicians and bankers: stop with the excuse that what we do in Switzerland doesn't matter. Right now it is making things worse. But why is change so hard? Because the interests are already inside the Bundeshaus. Our parliamentarians hold more than a thousand paid positions on boards and industry associations. Lobbyists walk into the Bundeshaus. Companies and profit shape the laws. This week, parliament decided how much our biggest bank must hold in reserve, so that you and I never have to rescue it again. Our own finance minister says she has never seen lobbying like it, and that politicians have told her they're afraid their party will stop getting the bank's money. Twenty years ago, this country came close to taxing petrol properly. The oil lobby offered a deal instead: pay for cuts abroad, change nothing here. Climate scientists warned against it and were ignored. Twenty years on, we are still buying our climate targets abroad. And who runs Swiss climate and energy policy today? Albert Rösti. Until the day he joined the government, he was president of the heating-oil lobby. He is also the minister who has decided that protecting people from heat is not the federal government's job. They have the room. We have the street. But money is inside our universities too. Shell, Glencore, Syngenta: they are not funding research to find out what is true. They are funding it to get the answers that pay. We are trained to be careful. To add nuance. That is good science, but a terrible strategy against organized interests with permanent access to power. If we stay quiet and careful while they are loud, we lose, and we have been losing for years. So to every scientist here: your data will not save anyone on its own. Come out of the universities. Sign, speak, strike. We have the privilege of studying this crisis. That gives us the duty to act. We are Scientist Rebellion. Join us.

Feministisches Streikkollektiv zürich

Dieser Sommer hat einmal mehr gezeigt, dass die Klimakrise eine omnipräsente Bedrohung darstellt. Diesen Sommer gab es mindestens 35 000 Hitzetote in Europa. So wurden auch in der Schweiz zwischen Mitte Juni und Mitte August 600 mehr Tote als durchschnittlich für diesen Zeitraum gezählt. Besonders betroffen sind dabei alte Menschen und besonders alte Frauen. Das zeigt einmal mehr, dass der Kampf gegen die Klimakrise ein feministischer sein muss! Auch von anderen Naturkatastrophen, die durch die Klimakrise häufiger und extremer werden, sind Frauen stärker betroffen. Besonders Frauen im globalen Süden. Beispielsweise starben bei einem Tsunami 2004 in Südostasien viermal mehr Frauen als Männer. Dieser Unterschied ist durch das System, in dem wir leben, zu erklären! Patriarchale Strukturen beeinflussen, welche Verantwortlichkeiten sie für Familienmitglieder haben oder schlichtweg, ob sie schwimmen lernen oder nicht. Diese Strukturen sind tödlich! So treffen auch Dürren Flinta-Personen stärker. Durch Geschlechterzuschreibungen sind sie verantwortlich, das Wasser für die Familie und die Landwirtschaft zu beschaffen, müssen in Dürrezeiten längere Wege zurücklegen und sind grosser Hitze ausgesetzt. Auch klimabedingte Krankheiten belasten Flinta-Personen zusätzlich, da sie durch Geschlechterzuschreibungen die Pflege zuhause übernehmen und auch den grössten Teil der Pflege im Spital ausmachen, nicht nur im globalen Süden! Die Klimakrise verursacht nicht nur mehr Care-Arbeit diese Arbeit, sie erschwert die Care-Arbeit durch beispielsweise Hitzebelastung noch zusätzlich. Der Klimawandel trifft Flinta-Personen also besonders stark, sowohl durch erhöhte Risiken als auch durch die zunehmende Care-Arbeit, die hauptsächlich von ihnen übernommen wird. Doch Care-Arbeit wird heute schon unter schlechten Bedingungen verrichtet, unsichtbar gemacht und gar nicht oder nur schlecht bezahlt. Und dasselbe System, das die Klimakrise hervorbringt, führt auch zu einer Abwertung der Care-Arbeit! Der Kapitalismus wertet das ab, was unsere Lebensgrundlage erhält. Es wird Profit über das Leben gestellt. Diese Abwertung zeigt sich auch durch das so genannte Entlastungspaket 2027, doch wir wissen, entlasten wird es uns nicht - es belastet uns! Es drohen weitere Kürzungen im Sozialbereich , Klimaschutz und eine Entkräftung der Pflegeinitiative. Das alles sind: Weniger Mittel für Bildung. Weniger Mittel für Gesundheit. Weniger Mittel für den Klimaschutz. Das, was uns als Sparen verkauft wird, ist ein Angriff auf unsere Lebensgrundlage! Denn gekürzt wird dort, wo Leben reproduziert wird. Wir brauchen gute Lebensbedingungen für alle. Dafür brauchen wir gute Bedingungen in der Care-Arbeit. Ein Wirtschaftssystem, das Profit über unsere Bedürfnisse stellt, ist mit echter Sorgearbeit unvereinbar. Eine nachhaltige Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn Care im Zentrum steht. Wir werden kämpfen und kämpfen jetzt schon gegen die Verhältnisse, die unsere Arbeit ausbeuten, unsere Körper kontrollieren und unser Leben der Verwertbarkeit unterwirft, denn Care ist keine Nebensache, Care ist die Grundlage jeder Reproduktion. Ohne Sorgearbeit, keine Arbeitskraft, ohne Reproduktion keine Gesellschaft. Eine Ordnung, die unsere Lebensgrundlage kürzt, um ihre Macht und ihr Kapital abzusichern, gehört nicht reformiert, sie gehört bekämpft. Mit dem CARE STREIK 2027, auf dem Weg zur Care Revolution! Damit Care-Arbeit endlich gesehen und gehört wird, muss sie stillstehen. Damit sichtbar wird, was sonst unsichtbar bleibt. Deshalb organisieren wir uns! Schliesst euch der Bewegung zum Care-Streik 2027 an! Denn eines ist klar: Care braucht Klimaschutz. Und ohne Care kein Leben. Care braucht Klimaschutz. We Care, We Fight - Care Work Unite!

Bewegung für den Sozialismus (BFS)

Von der Baustelle über den Care-Sektor bishin zur Landwirtschaft: wir fordern Sicherheit und Gesundheit für alle Arbeiter*innen! In diesem Sommer hat sich die eskalierende Klimakrise besonders stark gezeigt. Sie wurde für grosse Teile der Bevölkerung in der Schweiz vom abstrakten zum existentiellen Problem. Das ist weder Zufall noch Versehen: die Klimakrise ist die Konsequenz des fossilen Kapitalismus. Die herrschenden wirtschaftlichen und politischen Klassen verteidigen ein System, das zwangsläufig auf Wirtschaftswachstum basiert. Überall dort, wo Geld auf Kosten unserer Sicherheit, Gesundheit und Umwelt verdient wird, müssen wir Arbeitnehmer:innen uns gegenseitig solidarisch unterstützen und gemeinsam wehren. Diese Veränderung zu einer sozialen und ökologischeren Gesellschaft beginnt auf Feld und Hof, in der Bude und dem Wohnblock, in den Kitas und im Pflegeheim. Sie beginnt in alltäglichen Konflikten um bessere Arbeitsbedingungen und Schutzmassnahmen, Arbeitszeitreduktion, höhere Löhne, und staatliche Unterstützung. Gehen wir sie an!

Revolutionärer Aufbau

Die alte Welt liegt im Sterben, die neue ist noch nicht geboren: Es ist die Zeit der Monster. Ein Zitat, dass sich jedes Jahr aktueller anfühlt. Die Klimakrise kennt nur eine Richtung: Diejenige der Intensivierung, diejenige der Verschärfung. Ihre Auswirkungen verlaufen derweil in der reichen, sicheren Schweiz weniger linear. Die Folgen der Klimaerhitzung sind nicht durchgehend spürbar. Doch dann gibt es Momente in denen sich die die Krise in ihrer abscheulichen Dimension mit einem Knall zurück in die kollektive Erinnerung ruft. So geschehen diesen Sommer, als die Arbeiter:innenklasse in überhitzen Bürogebäuden, auf verdörrten Feldern, in brütenden Schulzimmern und auf flimmernden Strassen unter unmenschlichen Bedingungen geschuftet hat. In diesem Sommer, in dem die Bäuer*innen Kühe notschlachten mussten und vor allem ältere Menschen, Frauen und Queers die tödlichen Folgen der Krise zu tragen hatten. Die Klimabewegung kannte in den letzten Jahren viele Höhen und auch Tiefen. Dies hängt wohl mit diesem volatilen Wesen der Klimakrise zusammen, hat aber noch weitere Gründe: So muss sich die Klimakrise doch mit Trumps Angriffen auf Venezuela, den Iran und Kuba messen. Und auch Europa hat nichts Besseres im Sinne als massive Aufrüstung: Mit dem Ausbau der tatsächlichen Waffenindustrie, aber auch einer alltäglich gewordenen Kriegspropaganda. Die bürgerliche Mitte verliert derweil an Bedeutung, denn ihr Märchen vom demokratischen Kapitalismus findet kaum noch Zuhörer*innen. Die, die von dieser Situation am meisten profitieren, sind dann die Rechten – diejenigen, die den Faschismus vorantreiben und eine fossile Weltordnung noch zementieren wollen. Doch die Klimabewegung war und ist trotzdem immer da, mal lauter wie heute, mal weniger laut, aber seit Jahren ruft sie kontinuierlich dazu auf, gesellschaftliche Lösungen für die Klimakrise zu finden. Die Mächtigen haben jedoch andere Interessen... Die heutige Phase des Imperialismus, ist eine spezifische Phase des Kapitalismus. Sie zeichnet sich durch die ungeheure Macht einzelner riesiger Konzerne aus, durch die wirtschaftliche und militärische (Neu)aufteilung der Welt. Und sie beinhaltet auch eine neue, intensivierte Qualität der Naturzerstörung. Die daraus folgende imperialistische Aussenpolitik verschärft zudem Widersprüche im Inneren des einzelnen Staates: Für Aufrüstung und Kriegsvorbereitung werden die Ressourcen bei Sozialleistungen, Klima, Bildung und Kultur gekürzt – auch in der Schweiz. Wir sollen ihre Kriegskosten auf unseren Rücken tragen – ganz zu schweigen von den zukünftigen Kosten der Umweltzerstörung, die unsere Kinder werden tragen müssen. Und genau hier sehen wir, wo die Interessen der Mächtigen liegen: Im Krieg für den Profit, in der Aufrechterhaltung der kapitalistischen Ordnung, in der eine verschwindende Minderheit der Reichen und Mächtigen, eben unsere Interessen, die gesellschaftliche Interessen, mit Füssen tritt. Und ja: Zu diesen Reichen und Mächtigen gehören all diese Parteien, die gerade jetzt wider im Bundeshaus in Bern zusammenfinden. Auch Sozialdemokraten und Grüne ziehen beim Aufrüstungswahn mit, wollen sich der NATO annähern und schwafeln von einem starken, humanitären Europa. Welches starke, humanitäre Europa? Das Europa, welches über Von der Leyen der Zwischenregierung in Syrien 620 Millionen zusprach, während die HTS-Banden in Aleppo Kurd*innen ermordeten? Das Europa, das den Zionist:innen munter Waffen für den Genozid in Palästina liefert? Das Europa, das lieber die Forschung in Kriegstechnologien fördert, als Geld für die Bekämpfung der Klimakrise in die Hand zu nehmen? Es ist und bleibt klar: Um die Naturzerstörung zu stoppen, müssen Imperialismus und Kapitalismus zerschlagen werden und dies kann uns nur gelingen, wenn wir uns gemeinsam organisieren. Gegen ihren Klassenkampf von oben. Gegen ihre Kriege. Gegen ihre Naturzerstörung. Bekämpfen wir in diesem Sinne gemeinsam die Strukturen, die Teil des westlichen imperialistischen Blocks sind, zu dem auch die Schweiz gehört. Bekämpfen wir Konzerne wie Glencore, die für den Profit mit Rohstoffen ganze Regionen unbewohnbar machen, rechte Paramilitärs finanzieren und die globalen Treibhausgasemissionen in die Höhe treiben. Bekämpfen wir die Banken wie die UBS, die Milliarden in fossile Projekte investiert und ICE-Terroristen in den USA finanziert. Unser Kampf ist hier, gegen die Verursacher und Mitträger von Klimakrise, Kriegen und Unterdrückung. Führen wir diesen Kampf aber in internationaler Solidarität mit den antikolonialen und antiimperialistischen Kämpfen weltweit, von Palästina über Indien und die Philippinen bis nach Rojava und Kuba! Lernen wir aus den Kämpfen unserer Klassengeschwister, und entwickeln wir unseren eigenen revolutionären Kampf für eine ökologische und soziale Gesellschaft. Wir haben die neue Welt zu gewinnen. One Solution: Revolution!

Rede aus der Landwirtschaft

Der Sommer hier war für viele fast nicht erträglich! Für alte Leute in schlecht isolierten Wohnungen. Für Obdachlose in der extrem erhitzten Stadt mit wenig kühlenden Flächen. Für die Fische in den austrocknenden Flüssen. Für den Wald, bei dem schon mitten im Sommer Herbst wurde. Für die Kühe, welche nur noch in der Nacht auf die Weide, konnten, wenn es da überhaupt noch was zu Essen gab. Und für die Bäuer*innen, welche Tag für Tag immer wieder 10 oder mehr Stunden bei 35 Grad draussen körperlich arbeiten mussten. Der bäuerliche Beruf ist ein schöner Beruf. Wir können die Landschaft prägen und beeinflussen, wie sie sich entwickelt. Wir sehen Tag für Tag die Vielfalt der Natur und wir spüren die Jahreszeiten und die Lebenszyklen. Und wir können Essen produzieren. Wir produzieren Essen und es ist damit eine Arbeit, welche wohl nie wegzudenken ist. Aber der bäuerliche Beruf wird auch zu einem unglaublich prekärer Beruf gemacht – Nicht erst seit der Klimakrise. Wie kann es okey sein, dass bei diversesten Teilen des Arbeiteitsrechts die Landwirtschaft ausgeschlossen ist? Wie kann es okey sein, dass Mindestlöhne, Höchstarbeitszeiten usw. Nicht gelten für die Landwirtschaft? Wie kann es okey sein, dass Betriebsleiterinnen – was die meisten Bäuerinnen auf kleineren Betrieben sind – durchschnittlich 66 Stunden in der Woche arbeiten? Wie kann es sein, dass in einem so wichtigen und anspruchsvollen Beruf durchschnittlich 17.- in der Stunde verdient wird, während irgendwelche Öllobbyisten sich ein Luxusleben verdienen damit schön Abendessen zu gehen und einflussreiche Personen zuzulabern, dass sie doch auch lieber in Luxusbunkern das Leben geniessen sollen, statt etwas gegen die Klimakrise zu machen. Und was ist mit den Superreichen, welche nur durch die Rendite von ihrem Kapital Millionen bis Milliarden im Jahr verdienen. Geld das übrigens von uns kommt! Wir zahlen mit unseren Darlehenszinsen, mit unseren beschissenen Löhnen und mit unseren viel zu hohen Mieten ihre scheiss Renditen! Wie kann es okey sein, dass unser Ernährungssystem davon abhängig ist, Saisoniers hier und in anderen Ländern unter aller Sau zu behandeln, während grössenwahnsinnige Superreiche den ganzen Tag ihrem Hobby nachgehen können die Demokratie abzuschaffen. Wenn unsere menschlichen und natürlichen Ressourcen nicht so absurd verschwendet werden würden. Hätten wir unter anderem in der Landwirtschaft so viel Potenzial. Wir könnten Ökosysteme zum besseren prägen. Wir könnten unseren Boden fruchtbarer machen und CO2 aus der Atmosphäre im Boden binden. Wir könnten vielfältiges und gesundes Essen produzieren, dass für alle Leute zugänglich ist. Das sind alles sachen, welche in kleinem schon passieren, aber es ist unsere Verantwortung als Gesellschaft unsere Ressourcen an die richtigen Orte zu lenken. Und ja, das gilt für eure individuellen Ressourcen die ihr habt, oder schaffen könnt. Aber es heisst auch, dass wir uns gemeinsam die Ressourcen zurückerkämpfen müssen, welche uns Tag für Tag von einem System der Superreichen gestohlen werden.

Aufstände der Allmende (ADA)

Hallo, schön seid ihr da. Wir sind hier mit tausenden Personen auf dem Paradeplatz in Zürich. Nicht nur wir sind hier: Unweit von diesem Platz befinden sich verschiedenste Big-Tech-Niederlassungen. Palantir und Microsoft in der Altstadt, Google in der Europaallee und Amazon im Kreis 2. Gemeinsam mit unzähligen weiteren Firmen und der ETH als Verbündeter formiert sich Zürich zu einem neuen Silicon Valley. In einem Bündnis mit der extremen Rechten, vor allem in den USA, treiben Techoligarchen wie Jeff Bezos oder Elon Musk ihr KI-Projekt voran. Unter dem Label "KI" verlaufen derzeit verschiedene Massnahmen, die versuchen, die kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftsverhältnisse umzustrukturieren und abzusichern. Denn ihr kapitalistisches System droht in den eigenen Krisen und ihrer Unordnung zu ertrinken. Sie sind hier und überall, auch in unserer Stadt. Sie sind hier und agieren überall, um ihre Vormachtstellung zu sichern. Sie sind hier und überwachen überall - mit Kameras, Sensoren und Bewegungsprofilen. Sie sind hier und überall, nicht als Gäste, sondern als rechte Hand der Herrschenden. KI-Programme sollen alle gesammelten und gestohlenen Daten zu Datenpunkten in einem Computersystem verarbeiten. Somit werden Menschen als kontrollierbar, eindimensional und soziale und politische Verhältnisse als irrelevant dargestellt. KI-Programme können nur Ergebnisse durch Daten reproduzieren, die in patriarchalen, rassistischen und klassistischen Verhältnissen gesammelt wurden. Sie können diese sozialen Gegebenheiten nicht angemessen in ihre Resultate einfliessen lassen, geschweige denn reflektieren. Für uns alle und insbesondere für marginalisierte und unterdrückte Gruppen bedeutet das Massenüberwachung und politische Verfolgung - das zeigt sich, indem Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, ihres Geschlechts oder ihrer politischen Haltung automatisch als „verdächtig“ eingestuft werden. Mit dem neuen Polizeigesetz in Zürich und der massiven Ausweitung polizeilicher Überwachungsbefugnisse darf ohne Tatverdacht in Chats rumgeschnüffelt und auf Verkehrskameras zugegriffen werden. Die gewonnenen Daten werden dann mittels KI automatisiert analysiert. In den USA zeigt ICE, wohin das führt: Ein hochfinanzierter Überwachungsapparat aus Gesichtserkennung, Handy-Standortdaten, Kennzeichenlesern und Datenbrokern verwandelt Menschen in verwertbare Datensätze. Angeblich zur Sicherheit der Gesellschaft. Doch welche Sicherheit? Und wem dient sie? Sicherheit für die Herrschenden, um ihre Macht im bestehenden System weiter zu festigen. Gleichzeitig steigt der Ausbeutungs-Druck auf die lohnarbeitende Bevölkerung - und das, während KI in der Kriegsführung tausende Angriffsziele pro Tag generiert. Die Aufrüstung stabilisiert Machtverhältnisse für die Kriegstreiber*innen in einer krisenhaften Ordnung, während die Intensivierung der Ausbeutung die finanziellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen dafür schaffen soll. Damit geht eines der grössten Infrastrukturprojekte der Menschheit einher. Die Schweiz sieht dabei einen riesigen Ausbau von KI-Infrastruktur in Form von Datenzentren. Und das mit bereits der zweithöchstens Dichte an Datenzentren in Europa. Solche Datenzentren sind das Herzstück des KI-Projekts und ein ökologischer und sozialer Skandal. Für die Regionen, in denen diese Datenzentren gebaut werden, hat das desaströse Folgen. Datenzentren verbrauchen enorme Mengen an Strom für den Betrieb und Wasser für die Kühlung der Server. Woher der Strom kommen soll, ist unklar. Aktuell diskutiert das Parlament sogar den Neubau von Atomkraftwerken, welche den Strom für die KI-Infrastruktur produzieren. Die zerstörerischen ökologischen und sozialen Konsequenzen von Datenzentren zeigen sich exemplarisch in der Gemeinde Beringen im Kanton Schaffhausen, ganz im Norden der Schweiz. Dort wird momentan ein Datenzentrum des US-Unternehmens "Stack Infrastructures" gebaut. Dieses wird laut Prognosen fast so viel Strom verbrauchen wie der ganze restliche Kanton Schaffhausen vor ein paar Jahren. Es gibt derzeit keinen Plan, wie dieser massive Stromverbrauch gedeckt werden soll - mehrere Abklärungen bezüglich Wind- und Wasserkraftwerken sind bereits gescheitert. Trotz den offensichtlichen Problemen mit dem ersten Datenzentrum sind bereits zwei weitere in der Region angedacht. Eines davon nur wenige hundert Meter entfernt vom ersten. Doch dagegen organisiert sich entschlossener Widerstand aus der Zivilbevölkerung. Dieser sagt klar und deutlich: Datenzentren nein danke! Doch all dass ist kein isoliertes Symptom einer kapitalistischen Krise. Das zeigt sich am Beispiel von Beringen klar und deutlich. Das erste Datenzentrum wird -sobald es in Betrieb ist - einen Grossteil des gesamten Trinkwasserverbrauchs der Gemeinde verschlingen. Dabei liegt Beringen in der Region Klettgau. Der Klettgau ist eine der trockensten Regionen der Schweiz und von Hitzewellen wie diesen Sommer besonders stark betroffen. Eine Studie zeigt, dass mit der eskalierenden Klimakrise bald keine reguläre Landwirtschaft in der Region mehr möglich ist. Das zeigt uns ganz klar, wo die Prioritäten der Herrschenden liegen: In Sommern wie diesen werden wir dazu aufgefordert weniger zu duschen, während die Datenzentren der Techoligarchen Kubikmeter um Kubikmeter an Trinkwasser verschlingen. Und statt Pläne zu machen, wie wir sozial gerecht und ökologisch mit unseren natürlichen Ressourcen umgehen oder die Klimakrise aufhalten können, machen Politiker*innen und Techoligarchen Pläne für neue Datenzentren. Deshalb werden wir Seite an Seite mit allen Akteuren kämpfen, die die ökologische Zerstörung unserer Welt nicht hinnehmen und für eine Welt jenseits der kaptialistischen Ordnung kämpfen. Schliesst euch dem Kampf an. Beispielsweise mit der Aktion am 9. Oktober des Collective Climate Justice in Zürich gegen Techfaschismus oder kommt auf uns - "Aufstände der Allmende" - zu, wenn ihr Teil der lokalen Kämpfe gegen neue Datenzentren sein wollt. Gemeinsam schliessen wir die die herrschende Ordnung der Tech-Oligarchen kurz! Hinter Krieg und Krise steht das Kapital, bekämpfen wir es hier und überall!

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