8 Klimamassnahmen FÜR ZÜRICH

Am 15. Mai stimmt die Stadt Zürich über das neue Klimaschutzziel - Netto Null 2040 - ab. Der Klimastreik hat dazu die Ja-Parole gefasst, denn als Klimagerechtigkeitsbewegung kämpfen wir um jedes Zehntelgrad. Jede nicht ausgestossen Tonne verhindert Leid und Tod und mit Netto Null 2040 wird das Reduktionstempo im Vergleich zum Status Quo erhöht. Als Klimastreik stehen wir aber nach wie vor für netto null 2030 ein, netto null 2040 ist ein zu kleiner und zu langsamer Schritt. Was der Ansicht des Klimastreiks nach in der Klimastrategie der Stadt Zürich fehlt, ist der Mut und die Vorstellungskraft, tiefgreifende Veränderungen ins Auge zu fassen.

Eine schnellere Reduktion der Emissionen ist jedoch möglich! Deshalb hat der Klimastreik 8 Massnahmen für die Stadt Zürich (Zürcher CAP) entwickelt, welche die Emissionen deutlich vor 2040 auf netto null bringen sollen.

Denn wer, wenn nicht Zürich, hat die Mittel, einen gesamtgesellschaftlichen Wandel zu finanzieren? Wer, wenn nicht Zürich, verfügt über das nötige Fachwissen, die effizientesten Massnahmen umzusetzen? Wer, wenn nicht Zürich, kann eine internationale Vorreiterrolle übernehmen, und neue Konzepte für ein nachhaltiges und sozial gerechtes urbanes Zusammenleben entwickeln?

Der Zürcher CAP ist an die Bevölkerung gerichtet. Wir wollen alle Teile der Gesellschaft motivieren, mit uns nach den richtigen Lösungen zu suchen. Gleichzeitig erwarten wir von der Politik, dass genau solche Massnahmen ergriffen werden, damit Zürich ihre Verantwortung gegenüber der Welt und den künftigen Generationen übernehmen kann. 

SChneller uf netto null.
euses züri von morn:

Folgende 8 Massnahmen schlagen wir vor:

  1. Auf jedes Dach eine Solaranlage

  2. Wärmepumpe-Offensive 

  3. Baumstadt Zürich

  4. Autofreie Quartiere 

  5. Lokale und pflanzenbasierte Ernährung 

  6. Eigene Solarmodulproduktion 

  7. Zürich werbefrei 

  8. Boden für die Gesellschaft!
     

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01

Auf jedes Dach eine Anlage

Bis 2030 wird auf der Hälfte der sinnvoll nutzbaren Dach- und Fassadenflächen Solarenergie produziert. 
 

02

Wärmepumpe-Offensive

Bis 2030: In (noch) nicht mit Fernwärme erschlossenen Gebieten sind grösstenteils Luft-Wasser Wärmepumpen im Einsatz. Wo dies nicht möglich werden andere Lösungen wie beispielsweise die Abwärmenutzung von digitalen Servern genutzt

03

BaumStadt Zürich

Die Zahl der Bäume im besiedelten städtischen Gebiet ist bis 2030 verdoppelt. Gebäudehüllen sind - wo nicht für Solarenergie verwendet und sinnvoll - begrünt. 

04

Autofreie Quartiere

Der motorisierte Individualverkehr ist im Jahr 2030 auf das absolute Minimum reduziert. Die Mobilität erfolgt zu Fuss, per ÖV oder Velo.

05

Lokale und pflanzenbasierte Ernährung

30% der städtischen Ernährungsversorgung stammt 2030 aus dem Zürcher Umland. Demokratische & nachhaltig produzierende Foodkooperativen bilden die Grundlage des Ernährungssystems. Tierische Produkte stellen dabei die Ausnahme dar.

06

Eigene Solarmodulproduktion

Die in der Stadt verbauten Solarmodule (PV und thermisch) werden 2030 in der Schweiz produziert und verwenden unter anderem die recycelten Materialien aus ausrangierten Modulen.

07

Zürich werbefrei

Die Werbeflächen im öffentlichen Raum sind deutlich reduziert und beschränkt sich auf Anliegen im öffentlichen Interesse (z.B. Abstimmungen, Vereinsanlässe)

08

Boden für die Gesellschaft!

Die (um)Nutzung des Bodens der Stadt Zürich wird nach strikten Kriterien des öffentlichen Interesses gestaltet. Diese beinhalten soziale und ökologische Aspekte