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klimastreik  5.9.2025 

Kommt Alle am 5.9 um 18 Uhr zum Landesmuseum

Widerstand gegen fossile Infrastruktur

Bergstürze in Blatten, Überschwemmungen in Nigeria, Waldbrände in Marseille und die Hitzewelle in der Schweiz schon im Juni – diese Ereignisse sind keine Zufälle. Sie sind Folgen der eskalierenden Klimakrise, die durch das kapitalistische Wirtschaftssystem weiter angeheizt wird. Aktivist*innen, vor allem aus dem Globalen Süden, warnen seit Jahren: Der fossile Kapitalismus hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Auch die Schweiz trägt Verantwortung, Schweizer Staat und Konzerne setzen Profite über Mensch und Natur.

Besonders deutlich wird das im Autobahnausbau von Solothurn. Trotz des Neins der Bevölkerung zu sechs Ausbauprojekten und dem Ja zum Klimaschutzgesetz treibt Bundesrat Albert Rösti den Bau neuer Autobahnen (und Gaskraftwerke) voran – ein Affront gegen demokratische Entscheidungen. Dieses Vorgehen zeigt die Doppelmoral einer Regierung, die Klimaschutz predigt, aber an fossiler Infrastruktur festhält.

Autobahnen als Sackgasse
Mehr Strassen bedeuten mehr Verkehr. Der Ausbau in Solothurn bringt keine Entlastung, sondern bindet Milliarden an Steuergeldern an ein System, das keine Zukunft hat. Statt Bus, Bahn oder sichere Velowege auszubauen, wird der Autoindustrie ein weiterer Absatzmarkt eröffnet – ein Markt, von dem Ölkonzernen wie BP und Shell bis zu Rohstoffriesen wie Glencore profitieren.

Doch auch vor Ort sind die Folgen gravierend: Landwirt*innen werden enteignet, fruchtbare Böden versiegelt, Naherholungsgebiete zerstört. Lärm, Abgase und Feinstaub verschlechtern die Lebensqualität, vor allem für sozial schwächere Bevölkerungsgruppen. Der jährliche Reifenabrieb von 21'000 Tonnen in der Schweiz gelangt als Mikroplastik in Böden, Gewässer und letztlich in unsere Nahrungsketten.

 

Globale Ungerechtigkeit


Der Autobahnausbau in Solothurn ist Teil eines global ungerechten Systems. Ob Verbrenner oder Elektroauto – beide brauchen Rohstoffe, deren Förderung im Globalen Süden Menschenrechte verletzt, Wasserquellen vergiftet und indigene Lebensräume zerstört. 

Auch die „grünen Antriebsalternativen“ basieren auf diesem global ungerechten System. So entzieht beispielsweise der Lithiumabbau in der Atacamawüste in Chile der Bevölkerung das Wasser, während Konzerne im globalen Norden Gewinne einfahren.

Diese Strukturen setzen koloniale Ausbeutung fort: Während die Schweiz profitiert, tragen andere Länder die Kosten. Diejenigen, die am wenigsten zur Klimakrise beitragen, leiden am stärksten unter ihren Folgen.

Unser Widerstand


Der Autobahnausbau in Solothurn ist mehr als ein Bauprojekt – er ist Symbol einer Politik für wenige und gegen viele. Wenn wir Klimagerechtigkeit wollen, müssen wir fossile und neokoloniale Strukturen überwinden.

Unsere Forderung ist klar:


Stoppt den Autobahnausbau – für eine echte Verkehrswende, für soziale Gerechtigkeit und eine lebenswerte Zukunft.

Wer Autobahnen sät, erntet Widerstand!

redebeiträge zum mit- oder nachlesen

Rede vom Klimastreik

Schon wieder war das einer der heissesten Sommer seit Messbeginn! Schon wieder ist unser Newsfeed voll mit Meldungen von Katastrophen! Bergstütze in Afghanistan und Blatten, Überschwemmungen in Nigeria und Waldbrände in Marseille! Das ist nicht normal! Das sind keine Zufälle! Diese Ereignisse sind Folgen der immer weiter eskalierenden Klimakrise. Die Krise, die von unserem kapitalistischen Wirtschaftssystem verursacht wird. Klar wird das am Autobahnausbau in Solothurn. Dieser Strassenbau führt zu mehr Strassenverkehr wodurch Autoindustrie und Rohstoffriesen noch mehr Geld verdienen. Sie profitieren, aber den Preis dafür zahlen andere! Buuuuuuu!! Die Konsequenzen werden nicht nur von der Lokalbevölkerung in Solothurn getragen. Nein, die schwerwiegendsten Folgen tragen wieder einmal die Menschen im Globalen Süden. Der zusätzliche Verkehr, der durch den Autobahnausbau entsteht, benötigt viel mehr Ressourcen. Die Lebensgrundlagen von Menschen werden dafür zerstört. Indigene Menschen werden vertrieben und getötet, um südostasiatische Regenwälder zu roden. So werden lokale Ökosysteme zerstört, um mehr Kautschuk anzupflanzen. Und das nur, um mehr Autoreifen herzustellen. Oder schauen wir nach Chile. Für den Lithiumabbau in der Atacamawüste wird der Bevölkerung das Wasser geklaut und der Boden mit Schwermetallen vergiftet. Dieses Lithium ist die Basis für Batterien. Und diese Batterien werden dann für ach so grüne, nachhaltige E-Autos verwendet. Aber wie können uns diese E-Autos als umweltfreundliche Lösung präsentiert werden, wenn an ihnen so viel Blut klebt? Blut wird im Kongo vergossen. Dort finanziert die Ausbeutung von Rohstoffen den andauernden Krieg. Das Land ist einer der wichtigsten Rohstofflieferanten von Kobalt und Kupfer, beide notwendig für die Autoindustrie. Der Handel und Gewinn dieser Rohstoffe unterstützt direkt die Kriegsparteien. Die Bevölkerung leidet deshalb unter der dadurch verursachten Hungersnot und Vertreibung. Und die Schweiz als einer der wichtigsten Handelsplätze für Rohstoffe profitiert von diesem Krieg. Und die Schweiz ist Mittäterin! Weiteres Blut klebt an den Händen der Öl- und Gasindustrie. Um an diese Rohstoffe zu gelangen, begehen Konzerne und Staaten Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Dies zeigt sich im Genozid an der palestiänsischen Bevölkerung. Durch die Besetzung von Gaza will die israelische Regierung unter anderem Kontrolle über die Öl- und Gasfelder vor der Küste Gazas erlangen. Akteure des fossilen Kapitalismus, die UBS, Glencore, Chevron, Microsoft, Google, BP, Shell und viele weitere profitieren aktiv von diesem Genozid. Free Palestine, Free Kongo, Free Sudan. No one is free until we are all free. Von vielen Verbrechen sind das nur wenige Beispiele. Aber diese zeigen bereits die Machtstrukturen und Abhängigkeitsverhältnisse. Machtverhältnisse, die durch den Kolonialismus geschaffen wurden und bis heute fortbestehen. Dabei wird der Globale Süden ausgebeutet. Menschen werden enteignet, vertrieben, vergiftet und ermordet. Und durch den Autobahnausbau halten wir an diesem System fest! Aber auch hier in der Schweiz, in Solothurn ist der Autobahnausbau sozial und ökologisch unverträglich. Landwirt:innen werden enteignet, fruchtbare Böden versiegelt und Naherholungsgebiete zerstört. Lärm, Abgase und Feinstaub verschlechtern die Lebensqualität. Der Reifenabrieb der Fahrzeuge gelangt als Mikroplastik in Böden, Gewässer und letztlich in unsere Nahrungsketten. Betroffen davon sind vor allem Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Rassismuserfahrungen, arme Menschen, kranke Menschen und weitere marginalisierte Personen. Die schweizer Stimmbevölkerung hat Nein zu 6 weiteren Autobahnausbau Projekten gesagt und das Klimaschutzgesetz angenommen. Und trotzdem treibt Bundesrat Albert Rösti und die SVP den Bau neuer Autobahnen voran. All dies,ohne auf die Bevölkerung hier und im Globalen Süden acht zu nehmen. Dieses Vorgehen zeigt die Doppelmoral unserer Regierung. Einer Regierung die Klimaschutz predigt, aber an fossiler Infrastruktur festhält. Der Autobahnausbau ist ein Gesicht des fossilen Kapitalismus. Solang Profit stimmt, akzeptiert und finanziert dieses System Verbrechen, Krieg und sogar Genozid. Durch das Festhalten am Status quo zeigt unsere Politik ganz deutlich, dass ihnen das Wirtschaftswachstum wichtiger ist als den Erhalt von Menschenleben. Diese Zustände machen einen Systemwandel notwendig! Reformen reichten nicht! Denn es gibt keine Klimagerechtigkeit in unserem fossilen, kapitalistischen System und die wird es so auch nie geben! Wir müssen handeln, jetzt und hier! Es ist wichtiger denn je, dass wir uns organisieren, neue Strukturen aufbauen und weiterkämpfen! Deswegen kommt nicht nur heute sondern auch am 13. September in Bern und am 27. September in Solothurn mit uns auf die Strassen! One Solution - Revolution

Rede von Aufstand der Allmende

Hallo zusammen - wir sind heute hier weil wir sehen was aktuell passiert. Die Klimakrise brennt Wälder nieder, ertränkt Inseln und verschüttet Bergdörfer - Seit Jahren mordet und vertreibt sie Menschen und raubt ihnen ihre Lebensgrundlagen - Besonders stark davon betroffen sind die selben Menschen des globalen Süden, welche durch Kapitalistische und imperialistische Mechanismen bereits besonders brutal ausgebeutet und unterdrückt werden. - Während also die Folgen des fossilen Kapitalismus weltweit Existenzen zerstören, haben Politiker*innen, CEOs und Superreiche nicht die Absicht unsere Lebensgrundlagen zu schützen. Überall rauben sie uns – getrieben von Profit - Land, Wasser, und natürliche Ressourcen welche wir alle brauchen um zu überleben - Die Demokratische Republik Kongo und ihre Bevölkerung wird für Bodenschätze ausgeblutet, in finnland vergiften Minen, welche auf Land stehen welches den indigenen Sapmi geraubt wurde, Fjorde und in Frankreich pumpt die Agro-industrie mit sogenannten „Mega- bassinnes“ Grundwasser ab, worunter besonders Bäuer*innen leiden. - Auch in der Schweiz wird ohne Scham geraubt, zerstört und zubetoniert - Neben der expansion von Kiesgruben und Schuttdeponien, greifen Politiker*innen wie Albert Rösti gemeinsam mit der Autoindustrie in der ganzen Schweiz das Leben an. Sie bauen Riesen-Tunnels, Kantonsstrassen und Autobahnen in Solothurn, Glarus, Aarwangern, Basel oder Luzern. - Für alle diese Strassen- Projekte werden unsere Lebensgrundlagen aufs spiel gesetzt. Wald wird gerodet, Landwirtschaftsflächen werden enteignet und zubetoniert, wichtige Orte des sozialen Austauschs werden verdrängt. - Politiker*innen, Konzernchefs und Superreiche führen Krieg. - Sie führen krieg gegen das Wasser, das Land und die Natur - Sie führen Krieg gegen das Leben – Doch unsere Antwort heisst Widerstand. Wir sind das Leben das sich selbst verteidigt. Aufstände der Allmende hat diesen Juni den Spychigwald bei Aarawangen für einige Tage besetzt und einen um gegen die geplante Umfahrungsstrasse zu protestieren welche durch ein wichtiges Naturschutzgebiet führt und der Kultur Land und Wald zum Opfer fallen. - Während diesen Tagen haben wir zudem gemeinsam mit Menschen aus der Umgebung einen Allmenden-umzug veranstaltet um aufzuzeigen dass es bei Widerstand gegen Strassen um mehr geht als die Frage ob mir mehr Strassen wollen oder nicht. - Es geht um die Frage, wem gehören unsere Lebensgrundlagen. Und diese Frage ist einfach zu beantworten: uns allen! - Flüsse, Wiesen, Naturschutzgebiete, Wohnraum, Wälder und Orte des Sozialen Austauschs, dürfen nicht in den Händen von Superreichen und CEOs landen, damit diese damit ihren Profit in die Höhe treiben lassen - Sie müssen von uns allen gemeinschaftlich verwaltet werden. Allmenden sind eine fürsorgliche und gemeinschaftliche Art mit unseren Lebensgrundlagen umzugehen und sie zu bewirtschaften. - Die Allmende ist das was uns am Leben hält und steht im Mittelpunkt einer kommenden solidarischen Welt. - Doch der Kampf um die Allmende spielt sich nicht allein in der Schweiz ab. Er ist ein Kampf um globale Gerechtigkeit. - Unser Widerstand gegen Strassenprojekte ist bedeutungslos wenn wir nicht gemeinsam weltweit um Land, Wasser und Gerechtigkeit kämpfen. - Das heisst auch für

Rede SP

Es gilt das gesprochene Wort. Liebe Zukunftskämpfer*innen Vor sechs Jahren standen wir als Klimabewegung wenige Hundert Meter von hier vor dem Rathaus. Jeden Montag vor der Kantonsratssitzung, jeden Mittwoch vor jener des Gemeinderats, haben wir Druck gemacht, dass Zürich beim Klimaschutz endlich vorwärts macht. Netto Null bis 2030 haben wir gefordert, um unserer Verantwortung gerecht zu werden. Radikal wurden wir genannt, obwohl auch netto null 2030 nur ein Kompromiss gewesen wäre. Schauen wir die finanziellen Möglichkeiten und die historische Verantwortung der Schweiz an, hätten wir nämlich schon früher stoppen müssen das Klima zu zerstören. Doch wir wissen auch alle, dass es auf jede Tonne CO2 ankommt. Jede Tonne weniger schützt Leben, jede Tonne weniger kauft der Welt etwas mehr Zeit, die Katastrophe abzuwenden! Und das macht die Abstimmung im Kanton Zürich in drei Wochen auch so wichtig. Das Klimaziel netto null 2040 steht auf dem Zettel. Wir haben damit die Möglichkeit, als erster Kanton mit Stadt, Agglo und Land ein ambitionierteres Klimaziel festzuschreiben. Es ist nämlich nicht nur der Kreis 4 der schneller runter muss, es ist der ganze Kanton, das ganze Land, der ganze Kontinent. Dass die SVP gegen dieses Klimaziel das Referendum ergreift, erstaunt natürlich nicht. Auch wenn die Bauern an der Basis langsam merken, wie ihre Böden austrocknen, kämpft die Parteielite erbittert weiter für den fossilen Kapitalismus. Dass aber die FDP und der Regierungsrat auch gegen das Klimaziel antreten, zeigt, dass es um mehr geht. Auch netto null bis 2040 stellt die bestehende Ordnung, den fossilen Profitapparat, in Frage. Liebe Kämpfer*innen für die Zukunft, wenn überall auf der Welt Klimaziele angegriffen und Fortschritte zurückgedreht werden, wenn die Unwetter und Dürren weltweit Menschenleben kosten, wenn Bundesrat Rösti weiter Autobahnen bauen möchte, wenn all das passiert, dann werden solche Abstimmungen wie bei uns grösser als sie wirken. Es geht um mehr, als die Frage des kleineren Übels. Es geht um mehr als den Kanton Zürich. Es geht um die Frage, ob wir das 1.5°C Ziel von Paris schon aufgegeben haben. Es geht darum, ob wir noch an die Zukunft glauben. Klar, liebe Anwesende: 2040 reicht nicht. Aber, es kann ein Hoffnungsschimmer sein. Ist Zürich, ist die Schweiz, ist der Reichste Teil dieses Planeten bereit, endlich Verantwortung zu übernehmen? Für uns ist die Antwort klar: Ja, das wollen wir. Das Ja an der Urne zum Energiegesetz ist der nächste Schritt. Ja zur Zukunft, Nein zur zerstörerischen SVP-Elite. Für diesen Schritt braucht es uns alle. Mobilisiert eure Freund*innen, eure Familien und Arbeitskolleg*innen bis zum 28. September. Dann zeigen wir der FDP, SVP, der fossilen Lobby und der Regierung, was die Mehrheit will: Sie will Zukunft und sie gibt die Hoffnung nicht auf! Danke seid ihr alle hier! Danke kämpft ihr weiter!

Rede von Debt4Climate

Person 1 Guten Abend, ich bin von «Strassen ohne Grenzen» und freue mich total, Euch den Launch unseres neuesten Innovationsprojekts «Solothurn is not the Limit» ankündigen zu dürfen. Die Möglichkeiten, Strassen zu bauen, sind in der Schweiz begrenzt – im Universum nicht. Ausserdem gibt es dort keine Volksabstimmungen. Nach intensiven Gesprächen mit unserem phantastischen Verkehrsminister, der Finanzministerin und dem genialen Elon, steht heute fest, dass wir ab 2030 Autobahnen auf dem Mars bauen werden.Die Menschheit muss schliesslich auf Altbewährtes setzen und gleichzeitig über sich hinauswachsen. Person 2 Das ist ja absolut irr! Reicht es nicht, dass Ihr die Landschaft in der Schweiz zerstört und immer mehr fossile Verbrenner unterwegs sind, welche die Klimakrise anheizen? Eine Expansion von Straßen auf dem Mars lässt diese Bilanz ja explodieren! Der Globale Süden leidet bereits heute massiv unter den Folgen des maßlosen C02-Ausstosses des Globalen Nordens. Person 1 Wir bauen ja die neuen Autobahnen für die E-Fahrzeuge der Zukunft! Mit neuen Technologien und dem Ausbau von Infrastruktur in der Schweiz und auf dem Mars geben wir auch dem Globalen Süden eine Zukunft: Was es dort jetzt für die Entwicklung braucht, ist nämlich Zugang zu Kapital! Dieses stellen wir durch internationale Finanzpartnerschaften und großzügige Kreditvergaben durch den IWF, die Weltbank und private Kreditoren zur Verfügung. Gleichzeitig ist so der Zugang zu Lithium, Kobalt und weiteren Ressourcen für den Globalen Norden gesichert. Der Schlüssel für eine stabile Wirtschaft ist Wachstum, Wachstum, Wachstum! Und natürlich Wettbewerbsfähigkeit – auch im Globalen Süden. Person 2 Wachstum! Euch geht es ja nur um euren eigenen Profit. Seit Jahrhunderten unterdrückt das kapitalistische System die Bevölkerung des Globalen Südens, zerstört lokale Märkte, vergiftet die Umwelt, beutet Menschen und Natur aus – alles im Namen von Wachstum und Fortschritt. Die Zinsen der Kreditvergaben sind exorbitant – viele Staaten bezahlen mehr Schuldzinsen als sie für Bildung, Gesundheit, das Sozialwesen oder Anpassungen an den Klimawandel ausgeben. Person 1 Sie verstehen das ja ganz verkehrt! Wir schaffen neue Anreize für Grüne Entwicklung. Genau da setzen auch unsere bewährten Klimafinanzierungen an: Debt Swaps sind das perfekte Instrument, die Schulden zu tilgen und tragen zum Schutz von Landschaft, Erhaltung der Artenvielfalt und der Senkung der Treibhausgasemissionen bei. Person 2 Mit Debt Swaps schreibt der Norden wiederum dem Süden vor, was zu tun ist - also Neokolonialismus pur und ein Greenwashing für Euer Gewissen! Ihr kauft Euch einfach aus Eurer Verantwortung raus! Es braucht jetzt die bedingungslose Streichung aller Schulden der Länder des Globalen Südens. Person 1 Wo kämen wir hin, wenn wir einfach Schulden streichen würden? Wollen Sie die Wirtschaft ruinieren? Person 2 Ich bin Teil von Debt for Climate. Debt for Climate ist eine Bewegung aus über 40 Ländern, initiiert und angeführt vom Globalen Süden vereint sie Arbeiter*innen-, Indigene, feministische, religiöse, ökologische, soziale und Klimagerechtigkeitsbewegungen im Globalen Norden und Süden. Wir fordern einen Schuldenerlass, der eine vom Volk getragene, demokratische Transformation ermöglicht und jede Vereinbarung ablehnt, die den Menschen ihre Entscheidungsgewalt nimmt. Es geht auch um die Frage, wer schuldet wem? Der globale Norden hat mit seiner historischen Verantwortung und seinem immensen Ausstoss an CO2 eine Schuld gegenüber dem Globalen Süden, welche in keinem Verhältnis zu den ungerechten, aufgezwungenen, finanziellen Schulden stehen. Dieser Irrsinn zeigt sich einmal mehr an der COP 30 im Amazonas in Brasilien. Es wurden Regenwälder abgeholzt um eine Autobahn zu bauen, Vertreter*innen der fossilen Industrien und Nationen werden wiederum teilnehmen und wirksame Abkommen verhindern. Doch gleichzeitig findet eine Gegenkonferenz statt. Dort treffen sich Anführer*innen von indigenen Gemeinschaften und Aktivist*innen aus verschiedensten Bewegungen, um den Widerstand im Kampf gegen die Klima-Ungerechtigkeiten zu vereinen. Einige von ihnen starten bereits im Oktober mit einer Karawane in Mexico. Bitte unterstützt unser Crowdfunding für die “Mesoamerican Caravan for Climate and Life”. Den QR-Code dafür findet ihr auf unserem Flyer. Der Kampf um Schuldenstreichung ist ein Kampf für Klimagerechtigkeit im globalen Massstab!

Rede einer Lokalperson aus Solothurn

Im Mai dieses Jahres wurde das Walliser Bergdorf Blatten von einem gewaltigen Gletscher- und Felssturz fast vollständig zerstört. Neun Millionen Tonnen Gestein und Eis – ausgelöst durch das Tauen des Permafrosts – begruben ein ganzes Stück Heimat, ein ganzes Stück Lebensgrundlage, unter sich. Ein Jahr davor: Im Misox, im Tessin, reisst ein Murgang Menschen aus dem Leben. Strassen, Häuser, ganze Existenzen – weggespült in einer Nacht. Zermatt war abgeschnitten. Brienz wurde evakuiert. Das sind keine Einzelfälle mehr – das ist die neue Realität. Das ist die Klimakrise. Und was tut der Bundesrat? Dieser lässt Autobahn A1 bei Solothurn von 4 auf 6 Spuren ausbauen. Seit diesem Frühling graben sich die Bagger den Weg durch wertvolles Kulturland, um den fossilen Ausbau voranzutreiben. Der Bundesrat hat doch tatsächlich entschieden, dass wir mitten in der Klimakrise die fossile Infrastruktur noch weiter ausbauen. Der Bundesrat, welcher uns seit Jahren Versprechungen macht. Dass wir auch weiterhin eine gute Zukunft haben werden, dass es uns mit all ihren Massnahmen besser gehen wird. Das Parlament, welches uns Wahlversprechungen macht, die sagen, dass sie die Klimakrise abwenden werden. Doch schauen wir uns das Ganze an, erkennen wir, dass eben genau nicht im Interesse der Bevölkerung gehandelt wird. Der Staat gibt nun eine Milliarde für den Ausbau der A1 aus. Für ein Projekt, von dem wir alle wissen, dass er uns nichts bringen wird. Wir werden auch nach diesem Ausbau weiterhin im Stau stehen, werden noch mehr schlechte Luft einatmen und noch mehr Lärm ertragen müssen. Es werden Böden versiegelt, der motorisierte Verkehr vorangetrieben und Menschen enteignet. Und das alles für einen weiteren Ausbau, von dem wir wissen, dass er an Ausweichverkehr, Stau und Mobilität der Menschen NICHTS ändern wird. 1 Milliarde Franken soll dieser Wahnsinn kosten, 1 Milliarde Franken, um weiterhin mit Vollgas in die Klimakatastrophe zu rattern. Bauern und Bäuerinnen werden enteignet und das ASTRA kann bis heute noch nicht allen sagen, wie sie dafür entschädigt werden. Wichtiges Kulturland wird zubetoniert und den Menschen wird weisgemacht, dass sie halt einfach irgendwo gleich gutes Land als Entschädigung erhalten. Doch nun, da die Arbeiten begonnen haben wird immer klarer, dass diese Versprechen nur Lügen sind. Landwirt:innen wurden ausgezahlt und werden nie einen Quadratmeter Entschädigung Land sehen. Es wird immer von Versorgungssicherheit gesprochen, aber jetzt werden die Bauern und Bäuerinnen allein gelassen. Sie werden abgezockt und stillgehalten. Einsprachen wurden abgelehnt, mit der Begründung, dass dieser Ausbau von nationalem Interesse ist. Dabei sollte es von nationalem Interesse sein, dass unsere Gesundheit längerfristig gewährleistet wird, anstatt die Luft weiter zu verpesten. Es sollte von nationalem Interesse sein, dass unsere Lebensgrundlage nicht zerstört wird! Wir fühlen uns im Stich gelassen, weil wir merken, dass nicht in unserem Interesse gehandelt wird. Weil wir alle Ideen haben, wie eine lebenswerte Zukunft für alle aussehen kann, diese jedoch alle ignoriert werden. Weil wir Angst vor der Zukunft haben, der Staat aber fröhlich weiter die Klimakrise anheizt. Doch statt weiterhin Appelle an Bundesrat und Parlament zu schicken, anstatt darauf zu hoffen, dass der Staat uns irgendwann ernst nimmt und alles zum Guten wenden wird, müssen wir selbstbestimmt Klimaschutz erkämpfen. Der Staat wird nicht von sich aus aufhören, die fossile Lobby glücklich zu machen. Wer Macht hat, wird diese nicht von sich aus einfach so abgeben. Klimaschutz erkämpfen bedeutet nicht mehr auf einen Retter zu warten. Klimaschutz erkämpfen bedeutet, sich gegen solche zerstörerischen Projekte zu stellen und es bedeutet, dass wir erkennen, was wir wirklich für ein gutes Leben brauchen und auf diese Dinge hinarbeiten. Lasst uns zusammenstehen und uns entschieden gegen dieses zerstörerische Projekt stellen. Lasst uns zusammenschliessen, damit wir gehört werden! Lasst uns für die Interesse der Menschen, anstatt für die Interessen der Konzerne einstehen. Für eine Welt in der der Mensch und nicht das Kapital im Zentrum stehen! Wir stehen heute hier, aber unsere Wut, unsere Hoffnung, unser Widerstand – sie reichen weiter. Denn wir wissen: Diese Welt wird nicht durch Appelle verändert, sondern durch Widerstand. Unsere Zukunft liegt nicht auf der Überholspur, sondern auf den Strassen, auf denen wir sie gemeinsam am 27. September erkämpfen.

Rede Klimaseniorinnen

Liebe Klimaschützerinnen, liebe Klimaschützer, Wir KlimaSeniorinnen stehen gerade wieder vor einem spannenden Moment: Seit der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte letztes Jahr unser Begehren nach mehr Klimaschutz als ein Menschenrecht anerkannt hat, muss die Schweiz dem Europarat berichten, inwiefern sie ihre Klimapolitik verbessert. Mitte September muss die Schweiz zum 2. Mal anhören was der Ministerrat zu ihrem 2. vorgelegten Klimaaktionsplan sagt. Im März beim ersten Feedback des Ministerrats hatte dieser ja nur Kritik übrig, weil die CH kein Co2 Budget in ihrem Aktionsplan vorgelegt hatte. Und auch diesmal haben sie wieder kein Co2 Budget, das auch nur annähernd als fair share mit dem globalen Süden genügen kann. Unserer Regierung ist einfach nicht bewusst, wie sehr wir gerade in der reichen Schweiz mit unserem hohen Konsum, der zum grossen Teil importiert wird, mitverantwortlich sind für alle die klimabedingten Umweltkatastrophen in anderen Erdteilen! Anstatt sich jetzt endlich auf den Ausbau von öffentlichem Verkehr zu fokussieren, vor allem auch auf den Ausbau dringend benötigter Nachtzüge, sollen erneut Autobahnen ausgebaut werden. Ein aktuelles Beispiel ist der Ausbau der Autobahn bei Solothurn, welche von Härkingen bis Luterbach von 4 auf 6 Spuren ausgebaut werden soll. Der Autobahnbau gehört zu den Haupttreibern der Versiegelung und der Landschaftszerschneidung. Zudem gibt es in einigen Kantonen ebenfalls wieder Anläufe der Autobahnbefürworter. In Schaffhausen sowie in Basel ist die Rede davon, die jeweiligen abgelehnten Autobahntunnel doch noch zu bauen. Und immer noch sollen Ausbauten von öffentlichem Verkehr mit dem von Autobahnen gekoppelt werden. Es darf aber nicht sein, dass diese Politik aus dem letzten Jahrtausend fortgesetzt wird. Fast die Hälfte unserer CO2-Emissionen stammt vom immer stärker anwachsenden motorisierten Verkehr. Und dass neue Autobahnen letztlich immer mehr Verkehr generieren ist auch längstens erwiesen. Zudem ist der Feinstaub aus dem Autoreifenabrieb viel grösser als angenommen. In 30% unseres Gemüses sind chemische Zusatzstoffe, die bei der Reifenherstellung verwendet werden, nachzuweisen. Und für gegen 90% des Mikroplastiks ist der gesamte Autoverkehr in der Schweiz verantwortlich. Es ist höchste Zeit, dass sich die PolitikerInnen um die Reduktion des Autoverkehrs kümmern. Denn nur die Reduktion von motorisiertem Verkehr ist wirksamer Klimaschutz. Die Politik darf sich nicht ausruhen auf den ebenfalls dringenden Anpassungen bei überhitzten Städten und beim Bauen von Schutzdämmen etc. Diese Aktivitäten sind aber kein Klima- sondern Menschenschutz. Neben diesen Anpassungen braucht es gleichzeitig einen dringenden, echten Klimaschutz, der die Klimakatastrophe an der Wurzel anpackt – auch wenn dieser für die Politik viel unangenehmer anzugehen ist. Während die Klimakrise auch bei uns durch Hitzewellen, Ueberschwemmungen und Bergrutsche immer spürbarer wird, setzt SVP-Bundesrat Albert Rösti weiterhin auf fossile Energien. Das lassen wir uns nicht bieten! Letztes Jahr stürzte die Schweiz im internationalen Klimaranking im International Climate Performance Ranking ICPR von Rang 22 auf Rang 33 ab. Notabene hinter Ländern wie Slowenien, Pakistan oder Rumänien. Während die Schweiz früher zu den klimapolitisch ambitionierten Ländern gehörte, dominiert nun Mutlosigkeit und Rückschritt. Die Juso-Zukunftsinitiative, die im November zur Abstimmung kommt, kann uns einen Schritt weiterbringen. Wer extrem viel Co2 verbraucht soll auch dafür bezahlen. Weltweit sind ca. 10 % der Superreichen verantwortlich für 50% des ganzen CO2 -Ausstosses. Also sollen sie auch für ihren immensen Teil am CO2-Ausstoss mit einer Erbschaftssteuer bezahlen und auf diese Weise Klimamassnahmen mitfinanzieren. Liebe Klimaschützende, Auf den Bundesrat ist leider kein Verlass – auf uns aber schon – wir lassen uns nicht kleinkriegen-wir kämpfen weiter – solange wir können und so lange es nötig ist! Vielen Dank!

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globaler klimastreik
freitag 11.4.2025, 18:00 Ni una menos platz

Das Verstossen gegen das 1.5° Ziel ist ein Verstoss gegen die Menschenrechte! 

 

2015, vor 10 Jahren, wurde das Pariser Klimaabkommen von 198 Ländern unterzeichnet. Dazu gehören auch alle Länder Europas. Damit vereinbarten diese Länder das Ziel zu verfolgen, die durchschnittliche globale Erderwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit unter keinen Umständen über 1.5° ansteigen zu lassen. Nur drei von den 198 Ländern haben diesen Vertrag nicht in Kraft gesetzt. 

 

Das Ziel wurde gesetzt, um die zerstörerischen Konsequenzen der Klimakrise zu verringern und zu vermeiden, dass ein “Point of no Return” erreicht wird. Dieses Ziel ist allerdings nicht ausreichend, da es die Menschen nicht berücksichtigt, die auf der gesamten Welt  jetzt schon enorm unter den Folgen der Klimakrise leiden. 

 

Doch selbst dieses nicht ausreichende Ziel wird von Europa nicht befolgt! Im Jahr 2024 betrug die globale Durchschnittstemperatur 1.48° höher als zu der vorindustriellen Zeiten. Für dieses Jahr wird der globale Temperaturanstieg auf 1.55° geschätzt.  Damit wird das Pariser Klimaabkommen nicht eingehalten. Dieser Temperaturanstieg führt zu Naturkatastrophen und zur Zerstörung der Lebensgrundlagen und Leben von unzähligen Menschen.

 

Doch die Kriminalität Europas geht weit über die Nichterfüllung eines internationalen Vertrages hinaus. Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR), zu der sich fast alle europäischen Staaten verpflichtet haben, umfasst 30 grundlegende Rechte. Durch die fortschreitende Klimakrise werden 9 davon direkt gebrochen. Beispielsweise das Recht auf soziale Sicherheit, das Recht auf Leben und Sicherheit, das Recht auf Freizügigkeit und Auswanderungsfreiheit und noch weitere Menschenrechte werden wegen der nutzlosen Klimapolitik Europas und durch das Verachten des 1.5° Ziels gebrochen. Allerdings geht es noch weiter: Durch die politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen der Klimakrise werden noch etliche weitere Menschenrechte auf der ganzen Welt  gefährdet und gebrochen!

 

Das ist der dramatische Punkt, an dem wir uns befinden: Die europäische Politik ignoriert nicht nur das 1.5° Ziel, sondern auch die Rechte und das Wohl von Menschen auf der ganzen Welt. Das zeigt uns eindeutig, dass das bestehende System gescheitert ist. In diesem System ist es  unmöglich, die Klimakrise zu bewältigen und die fundamentalen Menschenrechte aller Menschen zu schützen.

Es ist Zeit für Veränderung!

Wir fordern einen Systemwandel, fort von einem ausbeuterischen System und hin zu einem, das alle Menschenrechte schützt und die Klimakrise ernst nimmt! 

 

You violate our rights, we break the system!

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redebeiträge zum mit- oder nachlesen

Rede vom Klimastreik

2015, vor 10 Jahren, als die Ice-Bucket-Challenge und die Emojis gerade ihren Höhepunkt erreicht hatten, wurde von 198 Ländern das Pariser Klimaabkommen unterschrieben. Damit verpflichteten sich unter anderem alle europäischen Länder dazu, die zerstörerischen Konsequenzen der Klimakrise einzudämmen. Das heisst, dass die globale Durchschnittstemperatur im Vergleich zu den vorindustriellen Zeiten unter keinen Umständen mehr als 1.5° ansteigen soll. Dieses Ziel wurde gesetzt, um zu verhindern, dass der “Point of no return” überschritten wird, ein Punkt, an dem das Fortschreiten der Klimakrise nicht mehr aufzuhalten ist und Klimakatastrophen zu unserem Alltag werden. Dieses Ziel ist allerdings nicht ausreichend! Es berücksichtigt nicht das Leid, welches die Klimakrise bereits global auslöst. Letzten Sommer gab es Dürren in Katalonien, Brasilien und im Süden Afrikas. Wassermangel, Hitzeperioden, Waldbrände und verlorene Ernten sind einige der vielen verheerenden Folgen. Aktuelle Überschwemmungen bedrohen Menschenleben in Thailand, Spanien, Australien und Südsudan. Alleine in Südsudan wurden dadurch 400’000 Menschen aus ihrem Zuhause vertrieben. In den USA wüten Tornados und vernichten dort Häuser, Ernten und unzählige Leben. Die Zahl der extremen Unwetter hat sich in den letzten 50 Jahren mehr als vervierfacht. Unsere nutzlose Klimapolitik nimmt den Temperaturanstieg und die dramatischen Folgen der Klimakrise in Kauf. Im Jahr 2024 lag die globale Durchschnittstemperatur 1.48° höher als zu Vorindustriellen Zeiten. Für dieses Jahr wird die globale Durchschnittstemperatur auf 1.55° geschätzt. Das war so nicht abgemacht! Obwohl 198 Länder das bereits nicht ausreichende Ziel unterzeichnet haben, wird das Pariser Klimaabkommen nicht eingehalten! Keines der europäischen Länder hält sich auch nur annähernd an ihr Versprechen. mir sind (so fucking) hässig! Unsere Politik schürte Hoffnung mit dieser Unterzeichnung und hinterlässt einen Scheiterhaufen aus leeren Versprechen! Unsere Politik ignoriert ihre Verpflichtung und macht sich somit für das Leiden von Millionen Menschen verantwortlich. Unsere Politik verstösst damit aktiv gegen die Menschenrechte! Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die fast alle europäischen Staaten unterzeichnet haben, umfasst 30 grundlegende Rechte, fast ein Drittel werden durch die fortschreitende Klimakrise direkt gebrochen. Alle Menschen haben ein Recht auf Gesundheit und soziale Sicherheit! Alle Menschen haben ein Recht auf Leben und Selbstbestimmung! Alle Menschen haben Recht auf Freiheit und Gleichheit! Immer wieder führen politische und wirtschaftliche Konsequenzen der Klimakrise zu etlichen weiteren Menschenrechtsverstößen weltweit. Das reichste Prozent der Welt profitiert, während Menschen die von Armut und Diskriminierung betroffen sind, besonders stark unter der Klimakrise leiden. Wir sind heute erneut hier, um auf diesen dramatischen Punkt und die soziale Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen. Die Europäische Politik ignoriert ihr Versagen und die absolute Dringlichkeit der Situation. Durch das nicht Handeln, zeigt unsere Politik ganz deutlich, dass ihnen das Wirtschaftswachstum wichtiger ist als die Lebensgrundlage aller Menschen. Dieses Scheitern macht einen Systemwandel notwendig! Denn es gibt keine Klimagerechtigkeit in unserem kapitalistischen System und die wird es auch nie geben! Wir müssen handeln, Jetzt und Hier! Es ist also wichtiger denn je, dass wir uns organisieren, neue Strukturen aufbauen und weiterkämpfen! Nicht erst, wenn die Katastrophe nicht mehr aufzuhalten ist.

Rede von philippinischen Secondos

Von den Philippinen in die Welt: Gemeinsam gegen den US-Imperialismus und die Klimakrise! Heute stehen wir hier – als Teil einer Organisation von Filipinos der zweiten Generation – in Solidarität mit all jenen weltweit, die sich gegen Imperialismus stellen. Denn dieser ist eine der Hauptursachen für die Klimakrise und die globalen Kriege unserer Zeit. Als Filipinos, die die neokoloniale Macht der USA auf den Philippinen nur zu gut kennen, verurteilen wir besonders die Vereinigten Staaten: als den grössten Klimaverbrecher und Kriegstreiber der Welt – gemeinsam mit ihren Verbündeten hier in Europa. Die industrialisierten Länder des Westens tragen die grösste historische Verantwortung für die Klimakatastrophe, die unseren Planeten überrollt. Dieser Kohlenstoff-Imperialismus hat nicht nur ganze Ökosysteme zerstört, sondern auch weltweit Konflikte geschürt und Millionen Menschen zur Flucht gezwungen. Der US-amerikanische Militär-Industrie-Komplex ist der grösste institutionelle Verursacher von Treibhausgasen – er stösst mehr Emissionen aus als ganze Staaten. Und das alles im Namen von „nationaler Sicherheit“ und globaler Vorherrschaft. Unter dem klimaskeptischen Präsidenten Trump hat die US-Regierung ihren zerstörerischen Kurs weiter beschleunigt – mit immer mehr fossiler Ausbeutung und militärischem Expansionismus. Diese Regierung hat wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert und internationale Zusammenarbeit blockiert – und uns damit näher an den Abgrund von Klimakollaps und atomarer Eskalation gebracht. Und was passiert zur gleichen Zeit auf den Philippinen? Die Regierung unter Marcos Jr. spielt das Spiel der USA mit – als williger Handlanger für den Klimaimperialismus und die Kriegstreiberei im West-Philippinischen Meer. Während unsere Communities unter immer heftigeren Taifunen und dem steigenden Meeresspiegel leiden, lässt Marcos Jr. zu, dass unsere Ressourcen geplündert und unsere Gebiete militarisiert werden – alles im Interesse der USA. Die US-Kriegsmaschinerie, die schon unzählige Putsche, Kriege und Besetzungen verursacht hat, will heute die Kontrolle über die letzten Ressourcen in einer Welt übernehmen, die durch den Klimawandel immer mehr zerstört wird. Vom Nahen Osten bis zum Südchinesischen Meer – die Aggression der USA droht neue Kriege auszulösen, die die ganze Welt in Flammen setzen könnten. Die Klimakrise verschärft die Herausforderungen, denen unsere Communities auf den Philippinen gegenüberstehen. Bäuerinnen und Bauern, Fischer*innen, indigene Bevölkerungsgruppen und städtische Slumbewohner*innen gehören zu den am stärksten betroffenen, sobald ein Supertaifun das Land trifft. Ich erinnere mich lebhaft an einen Besuch auf dem Land, wo ich sah, wie Reisfelder unter Wasser standen – manche Bauern konnten nur einen kleinen Teil ihrer Ernte retten, andere verloren alles. Solche Katastrophen verschärfen die Armut jener Familien, die ohnehin schon ums tägliche Überleben kämpfen. Ohne ausreichende Einkommensmöglichkeiten und angesichts der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage bleibt vielen nur der Weg ins Ausland, um dort nach besseren Perspektiven zu suchen. Deshalb rufen wir alle Filipinos und alle Menschen, die für Gerechtigkeit kämpfen, dazu auf: Lasst uns vereint gegen die doppelte Bedrohung durch Klimazerstörung und imperialistische Kriege kämpfen! Wir haben eine Welt zu gewinnen und eine Zukunft zu retten – für uns und die nächsten Generationen. Lasst uns eine Bewegung aufbauen, die sich nicht von „grünem Kapitalismus“ oder militärischen Scheinlösungen täuschen lässt. Wir fordern echten Systemwandel! Wir fordern sofortige und drastische Kürzungen bei Militärausgaben und Emissionen – denn echte Sicherheit erreichen wir nicht durch Kriege, sondern durch ökologische Erneuerung und Klimagerechtigkeit. Die Länder des globalen Nordens müssen ihre Klimaschulden an den Globalen Süden begleichen – für all die Zerstörung, die ihr ausbeuterisches Wirtschaftssystem angerichtet hat. Wir fordern ein Ende der Ressourcenausbeutung und Landnahme auf den Philippinen – denn sie zerstören unsere Souveränität und unsere Umwelt. Die Präsenz von US-Militär und ihre provozierenden Kriegsspiele auf philippinischem Boden müssen beendet werden – denn sie bedrohen den Frieden in der Region und die Zukunft unseres Planeten. Unsere Vision ist ein gerechter Übergang zu nachhaltigen, gemeinschaftsorientierten Wirtschaften – befreit von imperialistischer Kontrolle. Wirtschaften, die nicht Konzernen und Armeen dienen, sondern Menschen und Natur. Lasst uns gemeinsam die Systeme von Imperialismus, Kapitalismus und Militarismus überwinden – denn sie stehen im Zentrum der Klimakrise und endloser Kriege. Unser Überleben – und das unserer Erde – hängt davon ab. Nein zum US-Imperialismus! Klimagerechtigkeit jetzt!

Rede von Debt4Climate

Das kapitalistische System, in dem wir leben, hat Ausbeutung als Prinzip. Ausbeutung von Menschen, der Natur mit ihren Lebewesen und den Schätzen unseres Planeten. Praktisch alle Verantwortungsträger in unserer Welt missbrauchen ihre Macht: Politische Entscheidungen werden allzu oft von wirtschaftlichen Eigeninteressen beeinflusst. Insbesondere Menschen im Globalen Süden werden seit Generationen von den Machtinhabern des Nordens für ihre Zwecke ausgenutzt, ihr Land zur Gewinnung von Bodenschätzen und zur Steigerung des Reichtums im Norden zerstört. Schulden sind ein Schlüssel zu diesem Raubbau: 38 % der Weltbevölkerung - leben in 49 Ländern des globalen Südens, die mehr Schuldzinsen an ausländische Gläubiger zahlen als ihnen für Gesundheit und Bildung zur Verfügung steht. Angola beispielsweise gibt 42 % seines Haushalts für Schuldzinsen aus, aber nur etwa 6 % für das Gesundheitswesen. Pakistan und Sri Lanka geben 15-mal mehr Geld für Schuldzinsen aus als für Bildung. Die Klimakrise verschärft die Situation dramatisch: Obwohl sie kaum etwas dazu beigetragen haben, leiden diese Länder am meisten unter den Auswirkungen zunehmender Hitzeperioden und sich verändernder Ökosysteme. Dies führt zu einer unaufhaltsamen Spirale der Armut: Seit dem Jahr 2000  hat sich die Verschuldung gesamthaft verfünffacht! Seit dem angeblichen Ende des Kolonialismus in den 60erJahr hat der globale Norden dem globalen Süden 1 Billion Dollar pro Jahr entzogen. Das ist das Fünffache des Jahresbugets der EU! Unser von irrsinnigem Wachstumszwang getriebenes System kümmert es nicht, wenn das 1.5°C Ziel überschritten wird. Anstatt planetare Grenzen zu akzeptieren und das eigene Land zu decarbonisieren und auf einen regenerativen Kurs zu bringen, reissen sich die Mächtigen des globalen Nordens die letzten fossilen Recourcen der Erde in rücksichtsloser Gier unter den Nagel. Die Schweiz ist dabei ein wichtiger Finanzplatz und die weltgrösste Rohstoffdrehscheibe. Firmen und Banken mit Sitz in der Schweiz sind an der Ausbeutung des Globalen Südens massgeblich beteiligt. Während sich unsere Regierung für ihre Hilfszahlungen an den Globalen Süden rühmt – Gelder, die aktuell gekürzt werden - lässt sie Konzernen wie Nestlé, Glencore oder Cargill freie Hand, Bodenschätze im Globalen Süden weiter auszubeuten und so die Klimakrise massiv voranzutreiben. Es macht mich traurig, hilflos und wütend, dass unsere Regierung Profit aus dem Elend der Menschen im Globalen Süden schlägt und für diesen Profit auch unsere Zukunft aufs Spiel setzt! Solange wir nicht begreifen, dass die Erde mit all ihren Lebewesen der grösste Reichtum ist, den wir haben, solange werden wir nicht von diesem zerstörischen Kurs abweichen. Dennoch bleibe ich hoffnungsvoll, denn es gibt auf der ganzen Welt unzählige Bewegungen, welche auf die “grossen Player” von verschiedenen Seiten Druck machen! Wusstet Ihr, dass dieses Jahr ein sogenanntes “Jubeljahr”oder “Erlassjahr” ist? Es wird von der jüdischen und christlichen Kirche alle 25 Jahre zelebriert und ist historisch gesehen ein Moment für den Erlass von jeglicher Art von Schuld. Im Jahr 2000 haben Bewegungen erreicht, dass verschiedenen Ländern des Globalen Südens ein Grossteil ihrer illegitimen Schuldenlast gestrichen wurde. Deshalb arbeiten wir von Debt 4 Climate auch dieses Jahr hart daran, dass gestohlenes Land zurückgegeben und unrechtmässige Schulden bedingungslos gestrichen werden! Wir fordern: Schluss mit kolonialen Machtstrukturen! Gebt den Ländern des Globalen Südens ihre wirtschaftliche Souveränität und Möglichkeit zu einer gerechten Transition zurück. Beendet endlich den fossilen Extraktivismus und sichert damit uns allen eine Zukunft! System Change not Climate change!

Rede von der BFS (Bewegung für den Sozialismus)

Das Jahr 2024 war das heißeste seit Messbeginn und 1,48 Grad über dem vorindustriellen Referenzwert. Die CO2-Emissionen steigen weiter an. Und auch wenn die Emissionen in s.g. grüne Energien steigen, ersetzten sie die fossilen nicht etwas, sondern kommen einfach hinzu. Der Anteil der fossilen Energieträger stagniert bei über 80%. In absoluten Zahlen steigt ihre Förderung aber weiter an. Allein 2024 sind 4,3 Billionen Dollar in fossile Energieträger investiert worden. In den 30 Jahren seit der ersten UN-Klimakonferenz sind unzählige leere Worte gefallen und hunderte Papiertiger entstanden. Eine Umweltpolitik die der Krise adäquat wäre, wurde nicht mal in Ansätzen umgesetzt. Dies ist kein Zufall. Im Kapitalismus wird dort investiert, wo die Profitraten am höchsten sind. Der Kapitalismus konnte sich nur durch die fossilen Energieträger derart ausbreiten und entfalten. Er ist tief mit ihnen verbunden und von ihnen abhängig. Auch kann der Kapitalismus sich nur stabil halten, wenn die Wirtschaft wächst; wenn Produktion und Konsumption wachsen; wenn die Ressourcenausbeutung wächst. Auch die Staaten und ihre Gemeinschaften sind vom Wirtschaftswachstum abhängig. Deshalb probieren gewisse Kapitalfraktionen und politische Eliten ein grün-kapitalistisches Projekt zu etablieren. Damit versuchen sie, der Klimakrise zu begegnen und gleichzeitig den Kapitalismus vor einer tiefen Krise zu bewahren. Dieses Projekt baut auf der Illusion der Entkopplung des Wirtschaftswachstums von Ressourcenverbrauch, Abfall und Emissionen. Weil eine permanente, globale und absolute Entkopplung nicht möglich ist, wird es auch keinen grünen Kapitalismus geben können. Einen ohne Ausbeutung und Unterdrückung sowieso nicht. Von der UN, der EU und der Schweiz ist also keine Politik zu erwarten, welche die Klimakrise und ihre Ursachen konsequent bekämpft. Geschwiege denn, eine klimagerechte. Im Gegenteil sehen wir, dass die öko-modernistischen Projekte wie der „Green New Deal“ wieder auf einem imperialistischen und kolonialistischen Pfad gehen. Der partielle ökologische Umbau in den westlichen Ländern ist höchste exklusiv und lagert Kosten auf ärmere Länder des Globalen Südens aus; auf rassifizierte und feminisierte Bevölkerungsgruppen. Deshalb ist es absolut richtig, machen sich Bewegungen wie der Klimastreik für einen System Change stark. Hier beginnen aber die strategischen Unklarheiten. Ein Großteil der ökologischen Bewegungen bezieht sich immer noch auf den Staat, indem sie eine Politik machen, die selten über Forderungen und Appelle hinauskommt. Auch glauben viele noch, dass wir Gesellschaft und Politik mit Fakten und Zahlen, sowie eindringlichen Aufrufen zum Einlenken bewegen. Das wird nicht funktionieren. Aber auch radikalere Klimabewegungen und revolutionäre Gruppen, bleiben in ihrer Kritik an Staat und Kapitalismus noch zu oft auf einer abstrakten und diffusen Ebene. Inflationär wird der Begriff des Klassenkampfs bemüht, zu selten zeigt er sich in der konkreten Praxis. So ist unsere antikapitalistische Politik noch zu oft symbolisch und verbleibt auf einer diskursiven Ebene. Kämpfe werden abstrakt zusammen gedacht, aber nicht konkret zusammen geführt. Wir müssen deshalb, so sind wir überzeugt, eine Strategie der ökologischen Klassenpolitik verfolgen. Eine Klassenpolitik, dies die bei der Arbeit und den arbeitenden Menschen ansetzt. Sowohl in der Produktion wie in der Reproduktion. Denn die Arbeit vermittelt den Stoffwechsel mit der Natur. Verändern wir die Arbeitsverhältnisse, verändern wir den Umgang mit der Natur. Wir müssen Menschen in ihren Kämpfen am Arbeitsplatz und in ihren Lebensverhältnissen solidarisch unterstützten. Nur in persönlichen Beziehungen in den konkreten sozial-ökologischen Konflikten um Arbeits- und Lebensverhältnisse können wir wirklich auf die Bedürfnisse der Arbeiter:innen eingehen. Viele Arbeiter*innen haben berechtigterweise Ängste und Unsicherheiten, weil die grün-kapitalistische Transformation „als Klassenkampf von oben“ auf ihrem Rücken passiert. Was sich in einer Ablehnung gegenüber der Umweltpolitik aber auch der Klimabewegung zeigt. Um diese Menschen für einen gemeinsamen Klassenkampf zu gewinnen, braucht es weniger Transpidrops für Social Media, weniger symbolischen Revolutionismus und Szenepolitik. Stattdessen braucht es mehr ehrliche, solidarische Unterstützung von Arbeitenden. Es braucht längerfristige Projekte, wo wir zeigen können, dass wir Bauarbeiter:innen nicht als Gegner:innen eines sozialen und ökologischen Umbaus sehen, sondern als dessen wichtigste Akteur:innen. Wir müssen mehr konkrete Kämpfe mit Durchsetzungsperspektive führen, die zeigen, dass wir gewinnen können. Wir müssen uns an Arbeitskämpfen beteiligen und versuchen, sie zu Klassenkämpfen zu entwickeln. Nur so können wir die materielle Macht aufbauen, die es braucht, um uns gegen Staat und Kapital durchzusetzten. Das ist unspektakulär, langwierig und mühsam. Doch es gibt keine Abkürzungen. Wenn wir es ernst meinem mit dem Systemwandel; wenn wir es ernst meinen mit der Solidarität mit den Prekarisierten und Überausgebauteten, dann müssen wir mehr alltägliche Klassenpolitik machen statt diskursives Spektakel! Den Gefallenen erinnern und für die Lebenden kämpfen muss heißen, den Klimakampf zum Klassenkampf zu machen!

Globaler Klimastreik 19.04.24

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Demoaufruf zum globalen Klimastreik am 19.4.

 

Für Klimagerechtigkeit und gegen Ausbau von fossiler Infrastruktur

 

Die Zeit des Zögerns ist vorbei! Der Klimastreik ruft zur Aktion auf, um den Angriff der fossilen Industrie und ihrer finanziellen Unterstützer zu stoppen. Am 19. April stehen wir gemeinsam für eine Welt frei von fossilen Brennstoffen und für Klimagerechtigkeit ein.

 

Die Klimakrise eskaliert, doch die Schweiz ignoriert ihre Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen. Stattdessen investiert sie Milliarden in neue fossile Infrastrukturen, dies in Zeiten einer eskalierenden Klimakrise. 

 

Wir lehnen den Bau von Öl- und Gaskraftwerken entschieden ab. Diese Pläne sind nicht nur eine direkte Bedrohung für unser Klima, sondern auch ein koloniales Überbleibsel, das die reichen Länder auf Kosten des globalen Südens bereichert.

 

Unsere Forderungen:

 

1. Sofortiger Stopp aller Investitionen in fossile Brennstoffe!

2. Transparente Absenkpfade für den Finanzsektor, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen.

3. Gerechte Verteilung von Macht und Reichtum, um ein nachhaltiges und demokratisches Finanzsystem aufzubauen.

 

Unser Versprechen:

 

Wir werden nicht ruhen, bis unsere Forderungen erfüllt sind. Wir kämpfen für Klimagerechtigkeit, gegen fossile Finanzen und für eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen auf diesem Planeten!

 

Am 19. April sind wir alle gemeinsam gefragt! Lasst uns gemeinsam für eine Welt kämpfen, in der das Wohl aller über Profiten steht. Gemeinsam sind wir stark – für eine Zukunft ohne fossile Brennstoffe!


 

Narrativ Internationaler Klima Streik 19.4 Für Klimagerechtigkeit, gegen fossile Finanzen und den Ausbau fossiler Infrastruktur 

 

Der Klimastreik wehrt sich seit längerem gegen die fossile Gegenoffensive, welche nach der Coronapandemie und dem Ukrainekrieg eingesetzt hat, insbesondere gegen die Reservekraftwerke. Diese Offensive beschränkt sich nicht auf die Schweiz, doch auch hier versuchen verschiedene Unternehmen, oft im Besitz der öffentlichen Hand, weitere fossile Infrastruktur zu erbauen oder die bestehenden zu erhalten. Gleichzeitig finanziert Schweizer Geld auf der ganzen Welt den Ausbau weiterer fossiler Infrastruktur. Die Handlungen von Finanzinstituten schaden Menschen, der Natur und dem Klima und führen zu Destabilisierung und Konflikten.

 

Hintergrund

 

  • Die Klimakrise spitzt sich immer weiter zu. Seit sich die Schweiz 2015 zum Pariser Klimaabkommen verpflichtet hat, sind die Emissionen stetig weiter gestiegen.  

  • Im Jahr 2023 wurde demnach erstmals eine globale Mitteltemperatur erreicht, die knapp 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau lag

  • Eine längerfristige Überschreitung der 1,5 Grad-Grenze hätte irreversible Folgen für die Ökosysteme der Erde. Jedes Zehntelgrad zählt, um gefährliche Kipppunkte zu vermeiden. Jede Tonne CO2, die heute hier noch zusätzlich ausgestossen wird, ist kolonial, sie führt zu weiteren irreversiblen Schäden und verschlechtert Zustände im globalen Süden und macht sie abhängiger von westlichen Staaten.

  • Die Ausweitung der Nutzung fossiler Brennstoffe ist die Hauptursache für die Klimakrise und ihre verheerenden Auswirkungen sind überall auf der Welt zu spüren. Dennoch pumpen Banken und Versicherungskonzerne Milliarden in Projekte für fossile Brennstoffe. 

  • So werden koloniale Muster fortgesetzt, bei denen westliche Unternehmen in Afrika, Lateinamerika und Asien Profite machen, während sie für die Menschen vor Ort eine Spur der Zerstörung hinterlassen. 

  • Die Menschen an der Front dieser Rohstoffprojekte sind diejenigen, die den Kampf anführen: von den Fischereigemeinden in Peru und Senegal, die sich gegen die Ölexploration in den Gewässern wehren, von denen sie leben, bis hin zu den Umweltschützer*innen, die ihr Leben für den Schutz des Amazonasgebiets riskieren. Frauen und indigene Gemeinschaften stehen an der Spitze des Widerstands gegen die Invasion ihrer Heimat für den Abbau von Rohstoffen.

  • Das globale Finanzsystem, wie wir es heute kennen, wurde während der Kolonialzeit entwickelt, um den Reichtum aus den Kolonien in die Imperien zu bringen. Bis heute setzt sich dieses Muster fort: Multinationale Konzerne schöpfen Reichtum aus ehemals kolonialisierten Ländern ab und werden dabei von Banken und Versicherungsgesellschaften finanziert, die ihren Sitz meist im globalen Norden haben.

  • Darüber hinaus verfügen diese reichen Länder über einen unverhältnismässig grossen Einfluss in den Institutionen, die das globale Wirtschafts- und Finanzsystem steuern, wie dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank (aber auch der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich). Dies hat es ihnen beispielsweise ermöglicht, ihre Machtposition als Kreditgeber zu nutzen, um in den Schuldnerländern die Wirtschaftspolitik zu diktieren und die Preise für Arbeit und Ressourcen zu ihrem Vorteil zu senken. 

  • Jedes Jahr entzieht der globale Norden dem Süden Rohstoffe im Wert von 2,2 Billionen Dollar - das wäre genug, um die extreme Armut auf der Welt fünfzehn Mal zu beenden. Gleichzeitig arbeitet das Finanzsystem angesichts der zunehmenden Konzentration von Kapital, der fortschreitenden Privatisierung und der sich ausweitenden Ungleichheiten selbst in den reichsten Ländern nicht im Interesse der meisten Menschen. 

  • Der Anstieg der Gaspreise, der viele Menschen in Existenznöte bringt, während fossile Konzerne Rekordgewinne feiern, ist nur ein Beispiel dafür. Mit dem Fall der Credit Suisse haben wir wieder einmal gesehen, dass wir diejenigen sind, die sie retten müssen, wenn die Spekulationen der Banker*innen scheitern.

  • Das Finanzsystem zu demokratisieren und zu dekolonialisieren bedeutet, Macht und Reichtum gleichmässiger zu verteilen und dafür zu sorgen, dass es im gemeinsamen Interesse von uns allen funktioniert, indem universellen öffentlichen Dienstleistungen Vorrang eingeräumt wird. Die Dekolonialisierung und Demokratisierung des Finanzsystems bedeutet aber auch, dass wir uns die Frage stellen müssen, wie wir lernen können, in Harmonie mit der lebendigen Welt zu leben, von der wir ein Teil sind. Dies bedeutet, das buen-vivir, das gute Leben, zu verinnerlichen und ein Wirtschaftsmodell loszulassen, das auf dem Horten von Macht und dem unendlichen Abschöpfen von Ressourcen und Reichtum beruht.


 

Schweiz

 

  • Während die Erde brennt, geht die fossile Industrie in der Schweiz weiter in den Angriffsmodus. Der Bund unterstützt diesen Angriff und investiert mehrere Milliarden Franken in den Ausbau von Infrastruktur für fossile Energie. Er heizt damit die Klimakrise weiter an, statt weg von den Fossilen zu kommen. 

  • Der Bund plant den Bau von Öl- und Gaskraftwerken, die bereits 2026 in Betrieb gehen sollen. Dazu läuft aktuell eine Ausschreibung…

  • Dies widerspricht ganz klar dem Pariser Klimaabkommen, ist kolonial und angesichts der aktuellen Lage nicht verantwortbar

  • Der Klimastreik wehrt sich entschlossen gegen diese Pläne. Fossile Energien wie Öl und Gas sind die Hauptverursacher der Klimakrise und somit keine Lösung für die Schweizer Energieversorgung. 

  • Diese Kraftwerke kosten den Bund insgesamt 2 Milliarden Franken, was zu einer massiven Erhöhung des Strompreises führen wird. So erhöhen sich die Stromkosten für einen vierköpfigen Haushalt durchschnittlich um 50 Franken. Dies ist in Zeiten von ohnehin schon erhöhten Strompreise und der anhaltenden Inflation nicht tragbar. 

  • Die neu beschlossene Kostenübernahme des Bundes könnte diesen Betrag nochmals höher ausfallen lassen

  • Auch der Vorschlag der Axpo, ein solches Kraftwerk mit “grünem Wasserstoff” zu betreiben, ist keine nachhaltige Alternative. Diese Technik ist noch in einer frühen Entwicklungsphase und es ist noch unklar, ob diese Technik wirklich grossflächig zur Energieversorgung angewendet werden kann. Ausserdem ist viel Energie notwendig, um diesen Wasserstoff zu gewinnen. 

  • Am 22.2.2024 stellte das Bundesverwaltungsgericht fest, dass die gesetzliche Voraussetzung für die Bereitstellung und den Betrieb des Reservekraftwerks gestützt auf das Landesversorgungsgesetz nicht gegeben war. Dieses historische Urteil zeigt, dass der Bundesrat ohne Grundlage die fossile Zerstörung durch den Bau von Reservekraftwerken vorantreibt. Der Klimastreik verurteilt dieses Vorgehen und setzt sich weiterhin auf vielschichtigen Ebenen für Klimagerechtigkeit, gegen fossile Finanzen und den Ausbau fossiler Infrastruktur ein.

  • Ausserdem befeuert der Schweizer Finanzplatz mit Investitionen in neue und alte fossile Infrastruktur die Klimakrise noch um ein 20 faches mehr als das Schweizer Innland.

  • Der Schweizer Finanzplatz besitzt einen grossen Hebel in der Bekämpfung der Klimakrise, dieser Hebel muss durch mehr Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

  • Für den Schweizer Finanzplatz müssen klar verbindliche Absenkpfade definiert werden, damit ein1.5 Grad Ziel überhaupt erreichbar bleibt und die Schweiz ihren gerechten Beitrag zur Begrenzung der Klimaerwärmung beitragen kann.


 

https://www.nzz.ch/wissenschaft/2023-war-das-heisseste-jahr-seit-messbeginn-ld.1772730

https://www.derbund.ch/energie-bund-sucht-dringend-betreiber-fuer-fossile-kraftwerke-834519361113

https://endfossil.finance/

https://www.aljazeera.com/opinions/2020/11/26/it-is-time-to-decolonise-the-world-bank-and-the-imf

https://www.aljazeera.com/opinions/2021/5/6/rich-countries-drained-152tn-from-the-global-south-since-1960

Fuck Fluglobby

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Abstimmungen vom 3. März: Protestaktion gegen die Pistenverlängerung am Flughafen Zürich
 

17.02.2024 - Der Klimastreik Zürich hat heute eine Aktion gegen die geplante Pistenverlängerung organisiert. Um 11:00 Uhr entrollten die Klimaaktivist*innen in der Haupthalle des Flughafen Zürichs ein Banner und begannen gefaltete Papierflieger von der Passerelle zu werfen. Der Klimastreik Zürich ruft die Bevölkerung dazu auf, am 3. März ein Nein in die Urne zu legen.

 

Pistenverlängerung bedeutet mehr CO₂ und Lärm

Der Klimastreik Zürich befürchtet, dass eine Verlängerung der Pisten mit einem Kapazitäts- Erhöhung am Flughafen Zürich einhergeht. “Eine solche Investition von 250 Millionen CHF lohnt sich nur, wenn es auch mehr Flüge geben kann”, fügt Luzia Holinger vom Klimastreik Zürich an. Dies würde nicht nur mehr CO₂-Emissionen bedeuten, sondern würde auch zu einer höheren Lärmbelastung für die Anwohnenden führen , womit die Lebensqualität noch stärker beeinträchtigt würde. Bereits heute leiden 26’000 Anwohnende tagsüber unter starkem Fluglärm, weitere 17’000 Anwohnende werden rund 13’000 mal jährlich in ihrer Nachtruhe gestört. Das Argument der Befürworter*innen, mit den längeren Pisten Nachtruhestörungen zu verhindern, entkräftet Holinger. Sie fügt an: “Der Flughafen Zürich ist bezüglich Verspätungen und Verschiebungen in die Nacht international abhängig, da bringen auch längere Pisten nichts. Dieses Argument wird auf Kosten der Anwohner*innen für den Kapazitätsausbau missbraucht. 

 

Ausbau ist nicht mit Klimazielen vereinbar

Der Flugverkehr ist schon heute für 27% der Schweizer CO₂-Emissionen verantwortlich. “Der Kapazitätsausbau durch die Pistenverlängerung reiht sich in die Wachstumsstrategie des Flughafens ein. Dies können wir uns in Zeiten der Klimakrise nicht mehr leisten.” fügt Linus Truninger vom Klimastreik Zürich an. Im Klimaaktionsplan, welcher vom Klimastreik zusammen mit zahlreichen Wissenschaftler*innen ausgearbeitet wurde, fordert die Bewegung einen Rückbau des Flughafens und eine Verlagerung des Flugverkehrs auf die Schiene. Die Aktivist*innen betonen, dass diese Transition solidarisch verlaufen soll. So sollen einerseits die Beschäftigten in der Flugbranche umgeschult werden und die neuen Transportsysteme für die ganze Bevölkerung erschwinglich sein.

 

Medienkontakte:

Luiza Holinger: 076 804 05 12

Linus Truninger: 076 250 23 04

 

Flickr: https://www.flickr.com/photos/climatestrike/albums/72177720314864219

Crashkurs Klimakrise : Energiefrage und fossile Gegenoffensive

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CRASHKURS KLIMAKRISE

Veranstaltungsreihe zu öko-sozialen Kämpfen und Perspektiven des Klimastreik Zürich und der BFS

 

25.09.23, 19:00 Uhr, Zentralwäscherei Zürich:

Energiefrage und fossile Gegenoffensive

 

Spätestens seit dem letzten Herbst steht die Frage der Energieversorgung auch in der Schweiz auf der politischen Tagesordnung. Linke Parteien fokussieren sich auf den Ausbau der erneuerbaren Energieträger, ohne jedoch die kapitalistische Wachstumslogik zu kritisieren. Bürgerlichen Parteien haben das grüne Mäntelchen vollständig abgelegt. Sie fordern nicht nur eine Renaissance der Atomkraft, sondern fördern auch den Ausbau der fossilen Infrastruktur.

 

Mit Dr. Eva Gelinsky und Jonas Kampus diskutieren wir darüber, wie wir in Zukunft mit Energie umgehen sollen. Abschliessend wird es ein Quiz dazu geben 

 

Weitere Veranstaltungen:

30. Oktober 2023:  Klimakämpfe im Globalen Süden

20.11.23: Ökologische Widerstände und Strategien

11.12.23: Ökosozialistische Utopien

 

Weitere Infos unter sozialismus.ch/veranstaltungen

Globaler Klimastreik 15.09.23

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Hitze, Temperatur, Brände, Überschwemmungen:

Dieses Jahr wurden gleich mehrere Wetterrekorde gebrochen Heftiger Regen suchte Indien und Italien heim. Gigantische Brände zerstörten 10 Millionen Hektar Wald in Kanada. Unsere Ökosysteme köllabieren und dies ist keine Überraschung.

Seit den 70er-Jahren ist klar: Die Folgen der Klimakrise sind verheerend. Es braucht einen nie dagewesenen Kurswechsel, um das Schlimmste abzuwenden. Doch: Die fossile Industrie schickt ihre Lobby in die Parlamente, Gerichte und Institutionen unserer Gesellschaft. Sie verwäs- sert Gesetze und blockiert die überlebenswichtige Energiewende. Die heutige Demokratie ist zu schwach, um der Macht der fossilien Lobby standzuhalten.

Doch eine gut organisierte Zivilgesellschaft ist stärker.

Wir nehmen unseren Untergang nicht einfach hin. Wir brauchen mehr als schwache Gesetze, mehr Geschwindigkeit als Netto Null 2040. Wir sind viele. Wir sind organisiert. Und: Wir haben einen Plan. Es ist Zeit, den Klimaschutz selbst in die Hand zu nehmen.

Der Klimastreik hat mit Unterstützung von Expert*innen einen Massnahmenkatalog verfasst, den Klimaaktionsplan. Dieser erklärt, wie wir bis 2030 Netto Null erreichen für Zürich und die ganze Schweiz. Der Plan umfasst Forderungen und Massnahmen, um den globalen Temperaturanstieg unter 15 Grad zu halten. Doch der Klimaaktionsplan setzt sich nicht von alleine um.

Komm darum auch du am 15.9 mit uns auf die Strassen.

Gemeinsam üben wir Druck aus. Gemeinsam fordern wir die Umsetzung des Klimaaktionsplans und kämpfen somit für Netto Null 2030 und Klimagerechtigkeit. Gemeinsam sind wir viele!

Ab jetzt nehmen wir das Heft in die Hand und zeigen der fossilen Lobby, wo es lang geht!

#WeHaveAPlan
 

So helfe ich bei der mobilisierung:

1. Mobiliser deine Bekannten 🗣️

Je mehr Menschen von der Grossdemo hören, desto mehr Menschen sind wir am 15.9.! Danke, dass du dabei mithilfst - gemeinsam kämpfen wir für Klimagerechtigkeit! Denn: Wir haben einen Plan!

2. Mobi-Briefkästen 📬


Ab sofort gibt es in der Zentralwäscherei Zürich (Neue Hard 12) Flyer und Plakate zum Abholen. Ausserdem gibt es Briefkästen in allen Zürcher Kreisen, wo ebenfalls Material abgeholt werden kann!

3. Organisation 🫶

Last but not least brauchen wir auch jede helfende Hand in der Organisation der Demo… Wenn du Lust hast mitzuhelfen, melde dich gerne!

4. Instaposts 🤩


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fossile welle brechen am 3.3.

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Neue Ölkraftwerke, schmutziges Flüssiggas - die fossile Lobby greift an!

In den vergangenen Jahren hat die fossile Lobby den Ausbau der erneuerbaren Energien blockiert. Damit zementierte sie die Abhängigkeit von fossiler Infrastruktur weiter. Mit dem Beginn des Krieges in der Ukraine rächte sich das: Während Energiekonzerne Rekordprofite scheffelten, stiegen in ganz Europa die Energiepreise. Die institutionelle Politik schützte zuerst die Wirtschaft und nicht die Menschen. Die fossile Lobby nutzt diesen Moment: Aggressiv treibt sie den Ausbau fossiler Infrastruktur voran. In Birr (AG) entsteht ein neues Öl- und Gaskraftwerk. In Cornaux (NE) soll der Betrieb eines solchen wieder aufgenommen werden. Und in Muttenz soll in einem Flüssiggasterminal dreckiges Erdgas aus Katar eingespeist werden. 

Gleichzeitig wütet die Klimakrise stärker denn je: Während 2022 bei uns erneut das heisseste Jahr seit Messbeginn war und in Europa tausende Menschen starben, stand in Pakistan ein Grossteil des Landes unter Wasser. Der Ausbau der fossilen Energien befeuert diese Katastrophen direkt. Jede Tonne verbranntes Öl und verbranntes Gas hat bereits heute dramatische Auswirkungen auf die Menschen im Globalen Süden. Fossile Energien töten Menschen! 

Der Ausbau fossiler Energien muss gestoppt werden. Doch die fossile Lobby ist organisiert und die Parlamente nicht zuerst auf unserer Seite. Deshalb müssen wir es selbst in die Hand nehmen, uns vernetzen und organisiert für konsequenten Klimaschutz einstehen. Wir brechen die fossile Welle!

Ja zum energiegesetz!

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Öl- und Gasheizungen verursachen 40% der CO2-Emissionen im Kanton Zürich. Das sind Treibhausgase, die wir eigentlich ganz einfacher loswerden könnten: fossile Heizungen raus, erneuerbare Alternativen rein!

Genau das hat das Zürcher Energiegesetz zum Ziel, über welches wir am 28. November abstimmen. Es macht zur Vorschrift, was eigentlich schon lange Realität sein sollte: Öl- und fossile Gasheizungen sollen am Ende ihrer Lebenszeit durch erneuerbare Heizungen ersetzt werden. Heute sind wir noch weit davon entfernt.

Für die Dekarbonisierung des Kantons Zürich ist es enorm wichtig, dass wir diese Heizungen rauskriegen. Für ein Nein werben der HEV und die SVP mit einer Lügenkampagne. Deshalb hat der Klimastreik Zürich die Ja-Parole zum Energiegesetz beschlossen. Macht es uns gleich und stimmt am 28. November Ja!

Hier kommen wir zu dir: am Abstimmungssonntag zählen nur die abgegebenen Stimmen! Wir haben deshalb zwei Bitten an dich:

 

  • Nimm möglichst heute noch deine Stimmunterlagen hervor und füll sie aus. Im Kanton Zürich empfehlen wir ein Ja zum Energiegesetz!

  • Erinnere drei vergessliche Menschen in deinem Umfeld daran, das gleiche zu tun.

 

Danke! Unsere Kampagne findest du auf den sozialen Medien (Facebook, Instagram) und im Klimaraum hats bald auch noch Sticker! Wenn du noch mehr machen willst, kannst du @nicosigi auf Telegram eine Nachricht schicken!


Gemeinsam gewinnen wir diese Abstimmung. Bis bald!

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Die letzte Chance für die Zürcher Politik!

Mehr als ein Jahr ist seit den ersten Klimastreiks vergangen. Wir haben Forderungen gestellt, gefragt, gewählt und protestiert- doch noch immer sind wir gleich weit. Noch immer scheint die Politik auf ein Wunder zu hoffen, aber es wird keines kommen. Deshalb geben wir ihnen nun eine letzte Chance: der Gemeinde- und der Kantonsrat haben 6 Monate Zeit (bis Ende August 2020), um einen vollständigen, klimagerechten Massnahmenplan für Netto Null Treibhausgasemissionen bis 2030 vorzulegen. Wenn sie das nicht schaffen, dann sehen wir uns gezwungen, zu friedlichen aber drastischeren Methoden zu greifen. 



 

Hier die genaue Forderung, welche wir den Parlamentarier*innen übergeben haben:

Der Klimastreik Zürich fordert vom Kantons- und Gemeinderat von Zürich, dass sie bis spätestens zum 31.08.2020 bzw. 02.09.2020 einen vollständigen, sektorübergreifenden, klimagerechten* Massnahmenplan für Netto Null THG Emissionen bis 2030 vorlegen. 
Sollte diese Forderung nicht oder nicht rechtzeitig erfüllt werden, sehen wir uns gezwungen, zu drastischeren, friedlichen Methoden zu greifen, um die Zukunft nicht dem Zufall zu überlassen und eine rechtzeitige Umsetzung der Forderung herbeizuführen.

unsere Forderungen

Back To The Future Aktion

11.05.20 Kantonsratssitzung

Messe Zürich

Netto.null-Magazin

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Wie soll es weitergehen? Wo stehen wir gerade als Bewegung? Was sind Herausforderungen, welche uns beschäftigen? Diese und weitere Fragen stellt sich die Klimastreikbewegung im Moment. Das netto.null als Magazin des Klimastreiks versucht, sie zusammenzutragen und Antworten darauf zu liefern. Keine leichte Aufgabe, um ehrlich zu sein. Deshalb richten wir uns nach folgendem Motto: «anfangen, lernen und weiterentwickeln.» So möchten wir eine Stimme werden. Eine Stimme, die in der sonst so oberflächlichen Medienlandschaft etwas mehr Einblick ermöglicht, wirkliche Hintergründe liefert und Menschen erreicht, welche sich mit der Klimafrage auseinandersetzen. Wir wollen in die Tiefe gehen, da wir von einem enorm vielschichtigen, komplexen und keineswegs isolierten Problem sprechen. Die Klimakrise ist unser aller Last. Soziale Ungerechtigkeit, Zerstörung unserer Lebensgrundlage, Ausbeutung und Unterdrückung auf allen Ebenen, um nur einige Aspekte davon zu benennen, sollen der Vergangenheit angehören. Unsere Bewegung geht viel weiter, als dies häufig geschrieben wird. Bist du bereit, etwas genauer hinzuhören und die Bewegung aus verschiedenen Blickwinkeln zu verstehen? Wenn ja, dann ist dieses Magazin die richtige Wahl.

Die Ideen und Visionen, wie sich unsere Bewegung ausrichten und weiterentwickeln soll, sind so divers wie die Menschen selbst, die diese Bewegung formen. Doch die Klimastreikbewegung hat kein geringeres Ziel als das Schaffen einer neuen Gesellschaft. Von dieser möchten wir der Welt erzählen: ehrlich, bestimmt und nahbar.

 

Das netto.null ist dafür unser Sprachrohr: Wir zeigen unsere diversen Meinungspositionen auf, wir führen inhaltliche Debatten und wir haben dabei immer den Anspruch an uns, selbstkritisch zu bleiben. Dies werden wir in den nächsten Monaten bei weiteren Ausgaben weiterhin versuchen. Für unsere Bewegung ist dies essentiell. Genauso essentiell ist aber auch, dass du bei diesem Prozess mitmachst.

 

Unsere Bewegung wird getragen von den Menschen, die sie formt – also auch von dir.

Das Magazin Netto.null ist für alle, die an eine andere Welt glauben und bereit sind, dafür zu kämpfen.

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